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 BegriffBelichtungsmessmethoden
 BeschreibungEs gibt drei typische Verfahren, mit denen die Belichtung gemessen wird, und die inzwischen unter teilweise unterschiedlichen Bezeichnungen in fast allen Kameras zu finden sind.

Mehrfeld -(z.B Canon, Pentax, Sony) oder Matrixmessung (z.B. Nikon)
Mit einer Vielzahl von über das Sucherfeld verteilten Sensoren wird die Helligkeit gemessen, mit in der Kamera hinterlegten Referenzdaten abgeglichen und die Belichtung ermittelt. Die Mehrfeld- bzw. Matrixmessung wurde in den letzten Jahren laufend verbessert. Moderne DSLR berücksichtigen heute nicht nur die Helligkeitsverteilung, sondern auch Farbwerte und Entfernungsinformationen.

In der Regel ist das Belichtungsmessfeld mit einem Autofokus-messfeld gekoppelt.

Diese Messmethode führt oft zu guten Ergebnissen. Jedoch sind die Ursachen von Fehlbelichtungen kaum nachvollziehar, weil die Kamera intern die Daten über die Referenzdatenbank bereits korrigiert hat. Wie und an welcher Stelle ist dem Fotografen allerdings nicht bekannt. Aus diesem Grund führen Belichtungskorrekturen gelegentlich auch nicht zu dem gewünschten Ergebnis.

Alle Automatik- und Motivprogramme arbeiten mit der Mehrfeld- oder Matrixmessung.

Mittenbetonte Integralmessung
Die Messung der Helligkeitsverteilung erfolgt in allen Bildbereichen, der Schwerpunkt der Messung liegt aber in einem zentralen Bereich des Bildfeldes, während Randbereiche schwächer gewichtet werden.

Die Größe des zentralen Messfeldes sowie das Verhältnis der unterschiedlichen Gewichtung ist vom Hersteller und Kameramodell abhängig. So variiert das Verhältnis der Gewichtung von 60/40 bis 75/25 (andere Werte möglich), die Größe des Messfeldes liegt bei etwa 8% - 10% des Sucherfeldes.

Bei einigen, insbesondere höherwertigen Kameras kann die Größe des Messbereiches auch verändert werden.

Die mittenbetonte Integralmessung wird von vielen Fotografen bevorzugt, weil sie gezielt und schnell korrigiert werden kann. Bei schwierigen Lichtverhältnissen, z.B. Gegenlichtsituationen, ist die mittenbetonte Integralmessung deshalb besser geeignet als die Mehrfeld- oder Matrixmessung.

Spotmessung
Bei der Spotmessung wird die Belichtung nur an einer sehr kleinen Fläche des Bildausschnittes (ca. 2% - 3%) gemessen. Die übrigen Bereiche bleiben unberücksichtigt.

Das ermöglicht einerseits eine sehr genaue Messung des Motives, birgt aber auch die Gefahr von Fehlmessungen und erfordert einige Erfahrung des Fotografen.

Bei einigen Kameramodellen ist das Belichtungsmessfeld an das aktive Autofokusfeld gekoppelt. Verfügt die Kamera nicht über dieses Merkmal, liegt das Messfeld in der Mitte des Sucherfeldes. Darauf ist dann ggf. beim Bildaufbau zu achten.

Die Spotmessung wird teilweise auch als Selektivmessung bezeichnet. Allerdings haben z.B. einige Kameramodelle von Canon die Selektivmessung als zusätzliche eigene Messmethode, die von der Spotmessung etwas abweicht.
 
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