Belichtungskorrektur
(erstellt am: 30.05.2012 - letzte Änderung:14.06.2012 - aufgerufen: 2473 Mal)
Die Belichtungskorrektur erfolgt je nach Hersteller und Modell über einen Schalter, ein Einstellrad oder über das Menü der Kamera.

In 1/2 oder 1/3 - Stufen kann die Belichtung bis zu 2 oder mehr EV (Exposure Value – Lichtwert) nach Plus oder Minus korrigiert werden. Die Veränderung um eine ganze Stufe entspricht der Veränderung um eine Blende. Wenn die Blende nicht mehr verändert werden kann, wird die Belichtungszeit entsprechend korrigiert.

Durch die Belichtungskorrektur wird das gesamte Bild heller oder dunkler.

Anwendung:
Wegen der Kalibrierung des Belichtungsmessers auf ein 18%iges Grau und sich daraus ergebenden Fehlbelichtungen, ist eine Belichtungskorrektur erforderlich bei Objekten, die in ihrer Helligkeit vom neutralen Grau abweichen.

Bei Motiven, die heller sind als neutrales Grau, muss eine Korrektur nach Plus erfolgen.

Bei Motiven, die dunkler sind als neutrales Grau, muss eine Korrektur nach Minus erfolgen.

In welchem Umfang die Belichtungskorrektur erfolg
 en muss, hängt von den eigenen Erfahrungen ab. Ein Rezept gibt es nicht.

Einfluss hat beim Umfang der Belichtungskorrektur auch die Wahl des Belichtungsmodus.

Bei der Spotmessung wird nur ein sehr kleiner Teil des gesamten Bildes gemessen, während bei der mittenbetonten Integralmessung auch andere Teile des Bildes in die Belichtungsmessung einfließen. Das wird bei ansonsten unveränderten Bedingungen und demselben Bildausschnitt zu veränderter Belichtungskorrektur führen.
 
Insbesondere bei der Mehrfeld- oder Matrixmessung, bei der eine Vielzahl von Messfeldern unterschiedlich gewichtet und von der Kameraelektronik unterschiedlich verarbeitet werden, ist es ohne eigene Erfahrungen nicht abzuschätzen, in welchem Umfang eine Korrektur erforderlich ist.



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