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Scharfzeichnen
(erstellt am: 01.06.2012 - letzte Änderung:01.06.2012)
In einem Bildbearbeitungsprogramm kann ein Korrektur-Filter eingesetzt werden, damit die Bildschärfe eines Bildes höher erscheint. Siehe auch Unscharf maskieren.

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Scheimpflugsche Regel
(erstellt am: 23.01.2013 - letzte Änderung:23.01.2013)
Laut der im Zusammenhang mit Tilt Objektiven angewendete Scheimpflugsche Regel schneiden sich bei Verwendung eines optischen Systems die Bild-, Objektiv- und Projektionsebene (=Schärfeebene) in einer Geraden.

Bei normalen Objektiven sind alle drei Ebenen zueinander parallel und die Schnittgerade liegt im Unendlichen (Sonderfall).

Wird eine Ebene zu einer anderen gekippt (technisch nur in Form durch Kippen des Sensors oder der Objektivebene möglich), so kippt auch die Schärfeebene und zwar in der Art, das sich alle drei Ebenen in einer Geraden überschneiden.

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Schärfentiefe
(erstellt am: 15.06.2012 - letzte Änderung:15.06.2012)
Von Schärfentiefe spricht man, wenn die Fläche vor und hinter dem Hauptmotiv ausreichend scharf abgebildet wird.
Bei der Schärfentiefe spielen die Brennweite, die Blende und die Aufnahmeentfernung eine wichtige Rolle. Die Schärfentiefe ist ein wichtiges Werkzeug bei der Bildgestaltung.

Eigentlich gibt es nur einen Punkt der richtig scharf ist. Das ist der Punkt auf den der Fokus geht. Der Mensch sieht das aber mit seinen Augen etwas anders und ist in der Lage bestimmte Bereiche noch scharf wahrzunehmen. Erst dann beginnt der Bereich, wo wir die Unschärfe erkennen können.

Der Schärfebereich liegt meistens 1/3 vor und 2/3 hinter dem Fokuspunkt.

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SD (Tokina)
(erstellt am: 07.06.2012 - letzte Änderung:07.06.2012)
SD (Super Low Dispersion)
Bezeichnung von Tokina (und ggf. auch anderen Objektivherstellern) für die Verwendung von mindestens einer Linse (Glassorte) mit sehr geringer Brechungdifferenz bei unterschiedlichen Wellenlängen (Farben).

Der Einsatz dieser modernen Glas-Linsen vereinfacht die komplexe Apochromatische Korrektur (Da der Fehler durch die Glassorte erst gar nicht oder nur minimal auftritt) und löst die aufwendigeren APO-Objektiv Konstruktionen immer mehr ab.
(APO-Objektive sind zum heutigen Zeitpunkt eigentlich nur noch gebraucht zu bekommen).

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Shift (Objektiv)
(erstellt am: 23.01.2013 - letzte Änderung:23.01.2013)
Unter Shift versteht man die Möglichkeit ein Objektiv parallel zur Sensorebene zu verschieben (engl. Shift).

Dies ermöglicht es, den fotografierten Ausschnitt zu verschieben und z.B. bei der Architekturfotografie stürzende Linien zu vermeiden.

Soll Beispielsweise ein hohes Objekt fotografiert werden, so ist man normalerweise gezwungen, die Kamera schräg nach oben zu halten um das Objekt von oben bis unten auf das Bild zu bekommen. Dies führt zu stürzenden Linien.
Oder aber man hält die Kamera senkrecht zum Objekt und wählt eine Brennweite (meistens extremer Weitwinkel) bei der das Objekt komplett auf das Bild passt. Die untere Hälfte des Bildes enthält dann aber meistens unerwünschte Bildinhalte.

Hält man die Kamera senkrecht zum Objekt und verschiebt das Objektiv nach oben, so wandert der Bildausschnitt ebenfalls nach oben (als ob man von einer höheren Position aus fotografieren würde). Sofern der Shift-Bereich groß genug ist kann man nun den Ausschnitt soweit verschieben, das das Objekt Format-füllend auf dem Bild ist, obwohl man die Kamera nicht schräg nach oben hält.
Hier durch werden die stürzenden Linien vermieden und man nutzt den kompletten Bildbereich aus.

Shift-Objektive haben oft zusätzlich eine Tilt-Funktion.

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SLR
(erstellt am: 29.05.2012 - letzte Änderung:29.05.2012)
SLR ist die englische Bezeichnung (Kurzform) für die deutsche Spiegelreflexkamera (SR Kamera). SLR steht für Single Lens Reflex Camera

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SP (Tamron)
(erstellt am: 23.05.2012 - letzte Änderung:24.05.2012)
Die Firma Tamron markiert ihre höherwertigen Objektivbaureihen mit dieser Abkürzung für den Begriff "Super Performance".

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Spiegelvorauslösung
(erstellt am: 20.06.2012 - letzte Änderung:20.06.2012)
Beim Auslösen der Kamera schwingt der Spiegel nach oben. Dadurch werden Vibrationen ausgelöst, die zu Verwacklungen und somit zu unscharfen Bildern führen können.

Um dies zu vermeiden haben viele Spielgelreflexkameras die Funktion der Spiegelvorauslösung/Spiegelarretierung.

Mit Hilfe dieser Funktion wird der Spiegel vor der Aufnahme nach oben geklappt, und die Aufnahme erfolgt zeitverzögert. Teilweise muss der Auslöser dazu erneut betätigt werden.

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Springblende
(erstellt am: 19.06.2012 - letzte Änderung:19.06.2012)
Ein Mechanismus an Spiegelreflexkameras und Objektiven wodurch die Blende erst beim Auslösen auf den an der Kamera eingestellten Wert geschlossen wird.

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Stative
(erstellt am: 03.06.2013 - letzte Änderung:03.06.2013)
 Sie dienen in erster Linie dem stabilen Aufstellen von Kameras und werden verwendet, um verwackelten Aufnahmen vorzubeugen, den Bildausschnitt exakt auszurichten oder aber bei Einsatz von Intervall- bzw. Fernauslösern. Leider wird der Einfluss auf die Bildqualität oft unterschätzt. Einerseits, weil man glaubt, mit ruhiger Hand und dem Verwenden des Bildstabilisators darauf verzichten, andererseits meint, sich das zusätzliche Gewicht ersparen zu können. Benötige ich also immer ein Stativ? Sicher nicht, viele Faktoren haben Einfluss, wobei die Belichtungszeit in Verbindung mit der verwendeten Brennweite einen sehr großen hat. In etwa, und somit als grobe Faustregel, kann man sagen, dass die Belichtungszeit, in der ohne Stativ fotografiert werden kann, nicht größer als der Kehrwert der eingesetzten Brennweite sein sollte. Also: Bei 50mm 1/50 sec. und bei 200mm 1/200 sec oder die jeweils nächstkürzere vorhandene (1/60 bzw. 1/250). Außerdem habe ich mit einem Stativ die Möglichkeit, den Bildaufbau in Ruhe vorzunehmen und den Bildausschnitt entsprechend meinen Vorstellungen zu komponieren. Ein weiterer Vorteil besteht in der Natur- und Tierfotografie wenn ich, z.B. an einem Nest, auf den richtigen Moment warten muss und so das Gewicht der Kamera durch das Stativ getragen wird. Zu beachten ist, dass das Stativ das Gewicht aus Kamera und Objektiv, ohne instabil zu werden, tragen kann.
Wenn ich zu dem Ergebnis gekommen bin, ein Stativ einsetzen zu wollen/müssen, stellt sich die Frage nach der Art. Es gibt verschiedene, die sich je nach Verwendungszweck in Größe, Gewicht und Anschaffungspreis unterscheiden.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien genannt:

Klassische Dreibeinstative

Diese sind in der Regel aus Aluminium oder Carbon, haben üblicherweise noch eine Mittelsäule und sind mit ausziehbaren Stativbeinen versehen, die unter anderem mit Edelstahldornen einen sicheren Halt auf dem Boden gewährleisten. Gebräuchlich sind Klemm- oder Schraubverschlüsse an den Beinen, die je nach Modell Kameraeinstellungen von 50 cm – 200 cm ermöglichen. An der Mittelsäule, die bei manchen Modellen auch verkehrt herum, zum bodennahen fotografieren, eingesetzt werden kann, befindet sich in der Regel noch ein Haken, an dem zusätzliches Gewicht zur Stabilisierung (z.B. Fototasche) angebracht werden kann. Auf den Beinen sitzt der Stativanschluss, der in mehreren Variationen verfügbar. In der einfachsten Form handelt es sich um eine Platte, die durch eine Öffnung im Stativanschluss geführt ist. Am häufigsten sind Kugelschalen verbreitet. Diese ermöglichen schnell und einfach die Ausrichtung des Stativkopfs in der Waagerechten, da dieser nach Lösen einer Klemmvorrichtung in der Schale hin und her geschwenkt werden kann. Üblicherweise werden Kamera und Stativ mit einer sogenannten Schnellwechselplatte verbunden. Diese wird von unten mit der Kamera verschraubt. Dadurch ist es möglich, die Kamera schnell mit dem Stativkopf zu verbinden oder abzunehmen.

Einbeinstative

Diese sind sehr handlich, da sie viel weniger bewegliche Teile haben. Sie lassen sich nicht frei aufstellen, sind aber natürlich deutlich leichter als Dreibeinstative. Sie dienen in der Hauptsache als stabilisierende Stütze und kommen dort zum Einsatz, wo aufgrund von Gewichtsproblemen (Urlaubsgepäck) das Dreibeinstativ nicht mitgenommen werden kann oder im Bereich der Reportage- und Sportfotografie als Stütze für schwere Teleobjektive.

Saug-, Schraub- und Klemmstative

Hierbei handelt es sich um Stative, die je nach Untergrund entweder an glatten Flächen (z. B. Windschutzscheibe), Tischen oder sonstigen Materialien angebracht werden können.

Sonderformen wie Bohnensack oder Eigenkonstruktionen

Als Bohnensack wird ein Beutel aus verschiedensten Materialien bezeichnet, der entweder mit Granulat, Kaffeebohnen, Sand und ähnlichem gefüllt, und, passend zur Unterlage und Kamera, so zurecht geformt wird, dass sich eine relativ stabile Positionierung der Kamera ergibt.

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STM (Objektiv, Canon)
(erstellt am: 22.05.2013 - letzte Änderung:22.05.2013)
Die genaue Bedeutung der Abkürzung ist nicht bekannt, könnte aber am ehesten für ST-epping M-otor stehen.
Bei dieser Art von AF Antrieb wird ein Schrittmotor verwendet, welcher die Eigenschaft hat sehr leise und in kleinsten Bewegungsschritten mit fast linearer Geschwindigkeit zu arbeiten.
Diese Art von AF Antrieb ist besonders interessant im Zusammenspiel mit Videografie (Schärfe wird nicht schlagartig sondern "weich" gesetzt) und Spiegellosen Kameras mit Kontrast-Autofokus (Schärfepunkt kann durch kleinste Schritte bei der AF Einstellung sehr genau bestimmt werden).
Nachteilig ist zur Zeit noch, das die aktuellen STM Antriebe etwas langsamer als der klassische Ultraschallantrieb (USM, HSM,...) ist, welcher mehr auf Geschwindigkeit ausgelegt ist.
Bei einem Schrittmotor wird der Motor über ein Taktsignal veranlasst sich pro Takt um einen genau festgelegten Winkel zu drehen. Ein Schrittmotor mit z.B. 16 Schritten pro Umdrehung kann daher mit einer Genauigkeit von 1/16stel Umdrehungen angesteuert werden. Je nach Übersetzung des nachgeschalteten Getriebes ist es daher möglich eine vorher bestimmte Position sehr exakt übere diese Art von Motor anzusteuern.

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Streulichtblende
(erstellt am: 21.05.2012 - letzte Änderung:14.06.2012)
Eine Streulichtblende (wird auch Sonnenblende oder Gegenlichtlende genannt), minimiert das seitlich einfallende Licht auf das Objektiv. Die Bilder werden dadurch Kontrastreicher und frischer. Bei Gegenlichtaufnahmen hat eine Streulichtblende keine Wirkung.
Streulichtblenden gibt es abgestimmt auf das jeweilige Objektiv als feste Kunststoff- oder in faltbarer Gummiausführung. Sie werden direkt auf das Objektiv geschraubt.



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Stürzende Linien
(erstellt am: 26.08.2012 - letzte Änderung:26.08.2012)
Stürzende Linien fallen gerade bei architektonischen Aufnahmen auf. Vertikale Kanten stürzen dabei oft zur Bildmitte. Ein Weitwinkelobjektiv verstärkt dabei diesen Effekt. Man verwendet oft bei der Architekturfotografie auch Tilt -Shift- Objektive, um ein Neigen bzw. Verschieben der Objektiv zur Bildebene auszugleichen.
Stürzende Linien lassen sich aber auch nachträglich, mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen, z.B. ShiftN beheben.

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