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Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 13:59
von Pixelputzer
Hallo Foris,

Der Gambia River teilt das Land in zwei Teile. Es gibt keine Brücke über den Fluß.
In Höhe der Hauptstadt Banjul hat der Fluss eine Breite von ca 6,5 km.
Es gibt nur eine Fährverbindung für Autos mit drei unterschiedlich großen Fähren.
Zwei davon haben wir kennengelernt. Sie stammen aus der Ukraine und haben Ihre beste Zeit schon lange hinter sich.
Von zwei Antriebsmotoren funktioniert nur noch einer und der muss auch noch manuell eingeregelt werden.
Da die Fähren natürlich alle überladen sind und die Fahrzeuge nach der Überfahrt nicht mehr anspringen,
müssen sie angeschoben werden. Oder per Drahtseil runtergezogen werden.
Entsprechend lange dauert solch eine Überfahrt. Wartezeiten von 8 Stunden und mehr ist normal.
Da ich einen Platz oben in der Nähe der Brücke gefunden hatte konnte ich alles gut überblicken.
Während der einstündigen Überfahrt bieten alle möglichen Leute ihre Dienste an.
Vom Wasser,- über Früchte,- Teeverkäufer bis zum Schuster der da die Treter der Leute wieder zusammen näht.
Ich habe mal eine kleine Auswahl an Fotos zusammen gestellt.

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Nachdem alle Autos verladen sind, stürmen die Passagiere die Fähre.
Nachdem alle Autos verladen sind, stürmen die Passagiere die Fähre.






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auf die Fähre mit eigener Kraft, runter nicht mehr. Abschleppen mit langem Drahtseil.
auf die Fähre mit eigener Kraft, runter nicht mehr. Abschleppen mit langem Drahtseil.






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Jedes Plätzchen wird genutzt.
Jedes Plätzchen wird genutzt.





Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 14:07
von Pixelputzer
Es geht weiter,

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Alle wollen schnell weiter.
Alle wollen schnell weiter.






DSCF1519.JPG
Auf der Ladefläche sind jede Menge Ziegen zusammengepfercht.
Auf der Ladefläche sind jede Menge Ziegen zusammengepfercht.






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Mit afrikanischer Gelassenheit wird die Überfahrt ertragen.
Mit afrikanischer Gelassenheit wird die Überfahrt ertragen.





Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 14:09
von Rai_Wil
Hallo Manfred,

eine sehr schöne Auswahl, Platzangst darf man da aber nicht haben.

Viele Grüße

Rainer

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 14:13
von Pixelputzer
Teil 3
IMG_6090.JPG
Beim lesen erwischt.
Beim lesen erwischt.






IMG_6114.JPG
Das sind die Schnellfähren für Passagiere die es eilig haben. Es gibt zumindest Schwimmwesten.
Das sind die Schnellfähren für Passagiere die es eilig haben. Es gibt zumindest Schwimmwesten.






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Frachtboote, Die Ladung wird auf dem Kopf ans Ufer getragen.
Frachtboote, Die Ladung wird auf dem Kopf ans Ufer getragen.





Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 17:11
von cs+1507
Hallo Manfred,

klatschen_1 klatschen_1 mehr davon !

Viele Grüße
Christian

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 20:29
von George
Hallo Manfred,

die Enge auf den Booten hast Du toll eingefangen, ich bekomme schon vom Angucken Platzangst.

Viele Grüße. . .Jörg

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 22:14
von nebels_hund_sky
Hallo Manfred,

ein sehr interessanter Bericht mit informativen Fotos. doppel_daumen
Also ich stelle immer wieder bei Euren Berichten fest, in Afrika braucht man Zeit und darf keine Angst haben. Ich hätte auf der Fähre nicht nur Platzangst! oops_1
Auf jeden Fall konnte man sich die Fahrzeit wenigstens die Schuhe reparieren lassen, wenn man denn zum Schuster durchkam!
Wieviele Menschen und Autos waren denn auf solch einer Fähre - möchte gar nicht wissen, ob die zulässige Tragkraft überschritten war.
Die Schnellfähren sehen da für mich - vielleicht wegen der Schwimmwesten - schon vertrauenswürdiger aus.

Auf jeden Fall würde ich uns und unserer Zeit ein kleines Stückchen der afrikanischen Gelassenheit wünschen!

Liebe Grüße
Brigitte

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 12:51
von sigi
Hallo Brigitte,
Manfred hat es wohlwollend formuliert.
Auf den Fähren beim Beladen und Entladen herrscht das absolute Chaos. Afrika definiert die Chaostheorie anders. Hier schafft das Chaos seine eigne Ordnung und alles läuft „oh Wunder“ irgendwie.

Die Tragkraft total überschritten. Offensichtlich, erst wenn Wasser auf das Deck läuft ist die Fähre überladen. Kein Mensch zählt die Menschen. Der einzige Unterschied zu einer Sardinendose ist – zwischen den Menschen ist kein Öl.
Von den fünf Keilriemen an der Maschine ist nur noch einer vorhanden.
Der Schuhputzer zwängt sich durch die Menschen. Er putzt und repariert.
Wer Körperkontakt sucht hier bekommt er ihn – gnadenlos. Man steht oder sitzt im Freien. Wenn es regnet wird man gratis geduscht. Fähren sind fast immer Extremfälle.

Angst muss man nicht haben. Alles geht irgendwie. Bei den meisten Europäern nistet sich in relativ kurzer Zeit die afrikanische Gelassenheit ein.
Vielleicht ist es das, was Afrika so liebenswert macht?
Gruß
Sigi

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 00:03
von Ammerland
Hallo Manfred,

wieder Bilder und Erläuterungen, die einen hervorragenden Eindruck vom Leben in Afrika und der Mentalität der Bewohner geben.
Vielen Dank!

Gruß
Ute

Re: Ein Fluss teilt das Land.

BeitragVerfasst: 11:48
von Rudi
Hallo Manfred,

tolle Serie des afrikanischen Alltags einer Fähre! Diese Bilderserie zeigt eindrucksvoll, wie in diesen Ländern improvisiert wird und man dennoch ans Ziel kommt. Es verdeutlicht uns, dass es immer mehrere Weg gibt, um ans Ziel zu kommen und Gelassenheit eine Tugend sein kann. Unsere TÜV-Beamten würden ins Koma verfallen! juhu_1

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