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Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 20:10
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

Die sieben Töchter des Atlas sind Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maja, Merope und Taygete. Zu finden sind sie am Himmel unter dem Namen Siebengestirn oder Plejaden. Das ist ein offener Sternhaufen, den man bereits mit bloßen Auge am winterlichen Himmel erkennen kann.

Die beiden Bilder zeigen 6 Jahre Erfahrung In der Astrofotografie. Das erste Bild ist 2002 und das zweite 2008 aufgenommen. Es sind beide male die Plejaden (nur etwas verdreht zueinander).

Plejaden-2002.jpg




Plejaden-24-02-2008.jpg






Wenn man einen guten Himmel hätte, würde man auch noch die Reflexionsnebel zwischen den Sternen sehen. Hier sind sie leider nur angedeutet.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 23:20
von ptra
Schöne Sternchen. Finde ich aber irgendwie ein wenig unspektakulär. Möglicherweise weil ich nicht ermessen kann, was für ein Aufwand dahinter steckt ;-) Gruß. Petra.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 23:22
von Helge
Hmmm, sehr interessant und schön anzusehen.
Aber irgendwie muß ich Petra zustimmen.

Vielleicht fehlt mir auch der Hintergrund für dieses fotografische Fachgebiet.

Stelle ruhig weiter solche Bilder hier ein. Vielleicht können wir alles etwas dazulernen.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 23:38
von Kranich
Schicke Sache. Ist mal was anderes als immer der gleiche Einheitsbrei. Schreib mal ein bischen was dazu: Wie, Wann, Wo Womit gemacht wäre lesenswert. Ist Deine 400d offen, ohne Hotpixelfilter? Wieviele Aufnahmen? Wie nachgeführt?
Astrophotographie ist sicherlich sehr interessant allerdings auch nochmal um einige Euros teurer.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 09:15
von Wilmapony
Also wenn ich so überlege wie klein diese Sternchen so sind wenn man einfach nur an den Himmel schaut und vor allem manchmal sind bei den Plejaden mit blossem Auge so gar nicht alle zu erkennen - mache ich mir Gedanken um die Ausrüstung die da verwendet worden ist...
Wie fotografiert man sowas? Ein normales Tele reicht da garantiert nicht aus...
Wie kriegt man die ordentlich scharf so wie auf dem Bild zu sehen und wie so sauber aufgenommen....

Also mich würde dazu mal interessieren mit was und wie du das fotografiert hast!
Und... Wo hast du die fotografiert? Muss ja echt klasse Wetter gewesen sein und wahrscheinlich irgendwo hoch oben wo man die Sterne klarer sehen kann... und eventuell weitab vor irgendwelchem störendem Restlicht ...

Klär mich mal auf pc_1

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 20:06
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

man hat mich nicht gleich in Grund und Boden gestampft ...

Jetzt aber im Ernst und zu den Bildern. Das erste Bild entstand bei meinen ersten Versuchen, etwas am Himmel zu fotografieren und ich war stolz wie Bolle, dass da überhaupt was zu sehen war.
Aufgenommen mit einer normalen Spiegelreflexkamera (300 mm Tele) auf Diafilm 200 asa. Die Kamera war auf die Gegengewichtsstange der Montierung gebaut. Nachgeführt habe ich mit einem Newton 135 mm Spiegel und 900 mm Brennweite. Da steckte dann ein Fadenkreuzokular drin. Vergrößerung um die 150. Bei Belichtungszeiten von 15 Minuten tränten die Augen und der Rücken tat weh.
Das Hauptproblem dabei war, das Scharfstellen der Kamera. Durch den Sucher hat man kaum was gesehen und mal kurz nachschauen ob das Bild was geworden ist, ging ja auch nicht so richtig. Zum Finden des richtigen Fokus hat man dann die Messerschneide-Methode verwendet. Dazu platziert man eine Rasierklinge auf der Filmebene und sucht sich einen hellen Stern. Geht man jetzt dicht mit dem Auge an die Klinge und schiebt diese hin und her, bewegt sich der Schatten der Rasierklinge, je nach dem, ob der Fokus zuweit drinnen oder draußen gelegen hat, entweder mit oder gegen die Bewegungsrichtung. Hat man in genau getroffen, verschwindet der Stern schlagartig. Jetzt musste man nur noch den Film in die Kamera bringen, natürlich ohne was ab Objektiv zu verändern.
Nach den Aufnahmen ging dann der Film zum entwickeln und nach zwei bis drei Tagen wusste man dann, ob sich das alles gelohnt hat.

Heute ist das alles viel einfacher ...

Nach Möglichkeit fahre ich im Hellen raus auf die Wiese. Dem geht eine halbe Stunde Packen voraus. Draußen wird alles aufgebaut. Wichtig dabei ist, dass die Webcam im Leitrohr ein scharfes Bild liefert. Dazu wird etwas entferntes ausgesucht und die Webcam scharf gestellt. Im Dunkeln ist das an einem Stern fast unmöglich, da bei einem unscharfen Stern die Helligkeit zu gering ist, um ihn überhaut zu finden. Dann wird der Sucher des Leitrohres auch noch auf das Bild im Laptop ausgerichtet und nun kann es dunkel werden.
Das zu fotografierende Ziel kann nun mit dem Teleskop gesucht werde. Ich fotografieren zur Zeit mit einem Newton, 20 cm Spiegel und 100 cm Brennweite. Hat man sein Objekt gefunden, wird die Kamera in den Auszug des Teleskopes montiert. Danach wird scharf gestellt. Das ist relativ einfach. Man belichtet so lange, bis an den hellsten Sternen Spikes zu sehen sind. Aus deren Lage kann man sehr deutlich erkennen, ob man im Fokus ist. Am Auszug habe ich ein kleines Zählwerk montiert. Dadurch kann man definiert die Lage des Auszuges ändern. Vereinfacht die Sache sehr.
Hat man die Kamera eingerichtet, widmet man sich wieder dem Leitrohr. Das Leitrohr lässt sich um zirka 5 Grad in alle Richtung mit Hilfe von Schrauben bewegen. Man sucht sich jetzt einen Leitstern. Zur groben Ausrichtung wird der Sucher des Leitrohres benötigt. Danach muss man dem Rechner beibringen, wie sich der Leitstern bewegt, wenn die Nachführung Korrekturen unternimmt. Das ist ein spezieller Teil des Steuerprogrammes und läuft, einmal gestartet, automatisch ab. Danach wird der Programmteil gestartet, der für die Korrektur der Nachführung verantwortlich ist. Wenn alles richtig läuft, wird die Zeitsteuerung für die Kamera gestartet. Das ist bei mir ein kleiner separater Timer.
Wenn jetzt einer Fragt, warum tut der sich das alles an, ganz einfach, es macht Spaß und ist ein Erfolgserlebnis, wenn nach den ganzen Basteleien, was brauchbares raus kommt.

Das zweite Bild ist so entstanden. Aufgenommen wurden eine Reihe von Aufnahmen mit einer Belichtungszeit zwischen 120 und 300 Sekunden, 1600 asa, Rauschunterdrückung eingeschaltet. Dann folgen noch einige Stunden Rechenzeit zu Hause und es entsteht ein solches Bild von "schönen Sternchen".

> Und... Wo hast du die fotografiert? Muss ja echt klasse Wetter gewesen sein und wahrscheinlich irgendwo hoch oben wo man die Sterne klarer
> sehen kann... und eventuell weitab vor irgendwelchem störendem Restlicht ...

Leider habe ich nicht die Möglichkeit fernab von störendem Licht zu fotografieren. Aber in einigen Nächten ist die Luft so klar und ruhig, dass es lohnt, zu fotografieren.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 00:13
von Wilmapony
Das hört sich für mich etwa genauso spannend an wie Angeln :)

ICH hätte nicht ansatzweise die Geduld dafür fürchte ich aber ich werde beim Angeln ja auch immer vertrieben weil ich da dann entweder anfange zu stricken oder mich unterhalten will schaem_1

Viel Erfolg weiterhin! Ich konnte heute Abend die Plejaden hier sehen - zumindest 5 der Sternchen - und musste gleich an das Foto denken.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 08:03
von ptra
Hans-Ulrich hat geschrieben:...Wenn jetzt einer fragt, warum tut der sich das alles an, ganz einfach, es macht Spaß und ist ein Erfolgserlebnis, wenn nach den ganzen Basteleien, was Brauchbares raus kommt.

Ich hab´s befürchtet; ´ne Unmenge an Arbeit, Zeit, Geduld... Und dann komm ich daher und freu´mich über die „netten Sternchen“. Weißt du, im Photoshop kann man in Kürze ein solches oder ähnliches Ergebnis erzielen. Du hast dir ein tolles Hobby ausgesucht. Respekt vor deinen hart erarbeiteten „Sternchen“. Gruß ;-) Petra.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 12:16
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

@ Petra

> Weißt du, im Photoshop kann man in Kürze ein solches oder ähnliches Ergebnis erzielen.

Das ist vom Prinzip her eine sehr gute Idee. Ich werde mir von schönen Gegenden eine Postkarte schicken lassen und brauch dann nicht mehr dahin zu fahren ...

War jetzt natürlich nicht ganz ernst gemeint aber vielleicht nicht ganz falsch gedacht. Wenn ich die Bilder im FS erstelle fehlt doch das ganze drum herum einer solchen Sache. Man ist nicht auf der Wiese. Erlebt nicht das langsame Verblassen des Tageslichtes, wie ein Stern nach dem anderen am Himmel erscheint und zum Schluss der Himmel funkelt (und man am Ende sich den A... ab gefroren hat).

Mal ein echtes anderes Beispiel. Ich habe vor einiger Zeit im Urlaub (es hat tagelang geregnet), ein kleines Programm geschrieben, mit dem man auch das komplizierteste Sodoku lösen konnte. Nach dem ich mir voller Stolz auf die Schulter geklopft habe und einige gelöst hatte, habe ich es doch wieder sein gelassen. Es hat bei weiten nicht den Spaß gemacht, wie der geistige Aufwand, ein etwas komplizierteres Sodoku zu lösen.

@ Franzi

> ICH hätte nicht ansatzweise die Geduld dafür fürchte ich aber ich werde beim Angeln ja auch immer vertrieben weil ich da dann entweder
> anfange zu stricken oder mich unterhalten will.

Das wäre dir bei den Hobby-Astronomen nicht passiert. Da hätte keiner was dagegen gehabt, wenn du das Strickzeug rausgeholt hättest und damit begonnen hättest zu arbeiten. Zu mindestens so lange nicht, bis du das Licht angeschaltet hast ...

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 12:42
von ptra
Hans_Ulrich hat geschrieben:Das ist vom Prinzip her eine sehr gute Idee. Ich werde mir von schönen Gegenden eine Postkarte schicken lassen und brauch dann nicht mehr dahin zu fahren ...

Hast ja Recht! Selber (er)leiden ist schöner ;-) Gruß. Petra.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 15:37
von Hans_Ulrich
Hallo Petra,

(er)leiden oder erleben ist immer eine Sache der inneren Einstellung. Meine Frau war einmal mit zum Teleskoptreffen auf dem Vogelsberg. Für sie waren die Abende (es ging bis weit nach Mitternacht) nur langweilig. Als dann am dritten Morgen unser kleines Zelt weiß war (sehr schön anzusehender Reif), stand ihr Entschluss fest:" Genug erlitten, ich will nach Hause".
Seit der Zeit darf ich immer alleine zu solchen Veranstaltungen fahren.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 15:52
von Wilmapony
Hans_Ulrich hat geschrieben:> ICH hätte nicht ansatzweise die Geduld dafür fürchte ich aber ich werde beim Angeln ja auch immer vertrieben weil ich da dann entweder anfange zu stricken oder mich unterhalten will.

Das wäre dir bei den Hobby-Astronomen nicht passiert. Da hätte keiner was dagegen gehabt, wenn du das Strickzeug rausgeholt hättest und damit begonnen hättest zu arbeiten. Zu mindestens so lange nicht, bis du das Licht angeschaltet hast ...


*gg* Dann sind mir Hobby-Astronomen lieber als Angler! Ich kann nämlich im Dunkeln stricken und vielleicht sogar einen Nierenwärmer damit man sich wenigstens nur den A... abfriert...und sich nicht auch noch erkältet... :)

Ich glaube das muss man wirklich einmal erlebt haben um es tatsächlich schätzen zu können!

Liebe Grüsse
Anja

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 10:01
von ptra
Hans_Ulrich hat geschrieben:Hallo Petra,... seit der Zeit darf ich immer alleine zu solchen Veranstaltungen fahren.

Man muß ja auch nicht unbedingt ALLE Hobbies miteinander teilen ;-) Vor allem, wenn´s ums Frieren geht, sind wir sehr empfindlich. Gruß. Petra.

Re: Die sieben Töchter des Atlas

BeitragVerfasst: 17:11
von Hans_Ulrich
Hallo Petra,

ptra hat geschrieben:Vor allem, wenn´s ums Frieren geht, sind wir sehr empfindlich.


Das verstehe ich nicht. Warum haben dann die meisten Frauen immer kalte Hände (von den kalten Füßen am Abend wollen wir mal gar nicht reden).

Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 20:22
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

mal wieder ein paar Sterne, aber diesmal nicht in bunt. Eigentlich auch keine Sterne, es handelt sich um den Jupiter mit seinen großen Monden. Die Aufnahme war ein Glückstreffer und so gar nicht geplant. Ich war am 30.10.2009 als Gast bei einem Beobachtungsabend eines Vereins von Sternfreunden.

Da fast Vollmond war, waren die Betrachtungsmöglichkeiten ziemlich eingeschränkt. Eigentlich ging nur Mond und Jupiter. Das an diesem Abend auf dem Jupiter eine doppelte Sonnenfinsternis stattfand war ein großer Zufall. So etwas sieht man doch recht selten.
Auf dem Bild ist folgendes von links nach rechts zu sehen: Kallisto (Mond), Jupiter (Planet), Ganymed (Mond), Europa (Mond)

Der vierte von den großen Monden (Io) befindet sich direkt vor Jupiter und erzeugt den linken Schatten auf dem Jupiter, Ganymed ist größer und weiter weg vom Jupiter. Er erzeugt den rechten Schatten. Wären wir Bewohner des Jupiter, dann hätten wir an diesem Tag zwei Sonnenfinsternisse erleben können.

Jupiter__30_10_2009.jpg






Aufgenommen wurde das Bild mit einem Spiegelteleskop, 8 Zoll Spiegel, effektive Brennweite 2 Meter. Als Kamera diente eine etwas umgebaute Webcam (Schwarz-Weiss Sensor). Zweimal 600 Aufnahmen mit unterschiedlicher Helligkeit Summenbild gemittelt.

Leider sind die Monde etwas "eirig" geworden. Ich muss beim Summieren einen Punkt im Bild festlegen, auf den dann die einzelnen Bilder justiert werden. Da nimmt man natürlich den Jupiter. Durch die Luftunruhe passen dann aber Teile des Bildes, die von diesem Punkt entfernt sind, nicht mehr ganz übereinander.

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 21:15
von Gismo**
Hallo Hans Ulrich,

wieder mal schön etwas von da oben zusehen. Ist mal was anderes als immer nur das auf der Erde.

Gruß
Johann

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 23:33
von Kranich
Sensationell! Mir stellen sich folgende Fragen:
Welche Art von Webcam verwendest Du dafür?
Warum Webcam und nicht Spiegelreflex?

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 10:16
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

Gismo** hat geschrieben: wieder mal schön etwas von da oben zusehen ...


Zur Zeit ist auf der Sonne richtig was los. Da gibt es nur ein Problem, sie versteckt sich immer hinter Wolken. Da ich durch die niedrige Sonne auf meinem Grundstück immer Bäume extra noch davor habe, muss schon das Wetter mal stabil sein, damit es sich lohnt, alles einzupacken und raus zu fahren.



Kranich hat geschrieben:]Sensationell!


Danke.

Kranich hat geschrieben: Mir stellen sich folgende Fragen: Welche Art von Webcam verwendest Du dafür?


Ich selber verwende für solche Aufnahmen eine umgebaute Philips Webcam SPC900NC. Den Umbau habe ich aber nicht selber Vorgenommen. Das war eine Firma bei München. Dort wurde der originale Sensor gegen einen Schwarz-Weiss ausgetauscht. Durch den Wegfall der Bayermatrix (bin mir nicht sicher, ob das so richtig geschrieben ist) erhöht sich die Empfindlichkeit und die Auflösung stark.

Andere benutzen die zur SC1 umgebaute ToUcam. Damit lassen sich dann Belichtungszeiten im Sekundenbereich realisieren. Das ist im Prinzip der "Billigsektor". Es gibt dann noch spezielle Webcam. Allerdings zu astronomischen Preisen.

Kranich hat geschrieben:Warum Webcam und nicht Spiegelreflex?


Um die gleiche Auflösung wie im obigen Bild zu erhalten müsste ich bei der EOS mit einer Brennweite von zirka 10 Metern aufnehmen. Das ist nicht mehr mit meiner Ausrüstung machbar. Dann spricht auch noch die verwendete Aufnahmetechnik dagegen. Ich habe ja oben geschrieben, das ich zwei mal 600 Aufnahmen gemacht habe. Mit der Webcam ist das in wenigen Minuten erledigt. Das muss auch so schnell gehen, da man schon mit bloßen Auge erkennen kann, wie sich alles verändert. Die große Anzahl von Aufnahmen ist notwendig, da der Überwiegende Teil der Aufnahmen auf Grund der Luftunruhe unbrauchbar ist. Beim Summieren sucht man sich ein Bild mit guter Qualität heraus. Danach werden die anderen Bilder damit verglichen und die mit der geringsten Abweichung zur Summierung verwendet. Ich benutze bei solchen Aufnahmen zwischen 5 und 10 % der Bilder. Klingt jetzt alles gewaltig, die Hauptarbeit wird aber von speziellen Programmen ( Giotto und Registax sind die wichtigsten) erledigt. Das Summieren (eigentlich eine Mittelwertbildung mit speziellen Parametern) dient zur Reduzierung des Rauschens.

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 10:39
von Kranich
Danke Hans-Ulrich für die Erklärung. Sind das denn handelsübliche Webcams die ich im Geizistgeil Markt bekomme? Ich wusste gar nicht was man damit alles anstellen kann.
Das ist ein spannendes Thema bitte mehr Bilder!!

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 13:53
von Hans_Ulrich
Hallo Steffen,

Kranich hat geschrieben:Sind das denn handelsübliche Webcams die ich im Geizistgeil Markt bekomme?


Im Prinzip ja,die erste Kamera, die ich zu solchen Sachen geschlachtet habe, war eine MD 5319. Der Vorteil dieser Kamera war, der große Sensor (1 Mega real). War aber relativ kompliziert. Um die Größe zu nutzen musste man die Kamera im Bildmodus laufen lassen. Da hatte man aber kein Vorschaubild auf dem Monitor des Schlepptops. Also erst auf AVI schalten, Fokus finden und wieder zurück. Erst wenn man dann die Bilder auf dem Rechner geladen hatte, konnte man das Ergebnis sehen.

Ich hatte die Leiterplatte der Kamera aus dem Gehäuse genommen und in einer kleinen Plastebox untergebracht. An der war dann auch der Adapter. Die ersten Aufnahmen waren grausam. Ich wusste damals noch nicht, dass man da zwingend einen Infrarot Sperrfilter brauchte. Aber irgendwann hatte ich dann den Bogen raus und das Ergebnis sah dann so aus:

mond_MD_5319.jpg






Als Objektiv diente ein russisches Mak 100/1000 auch als Russentonne bekannt. Mosaik aus drei einzelnen Bildern.

Dann bin ich auf die ToUCam umgestiegen, normal, handelsüblich. Gebraucht habe ich sie damals weniger zum Fotografieren, sondern zum Nachführen.

Mit einem 8 Zoll Newton liefert die solche Bilder:



Mond_TouCam.jpg


Jetzt ist das aber wieder eine Summierung von einigen hundert Bildern.

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 17:08
von Helge
Hallo Hans-Ulrich,
vielen Dank das Du uns "solche" Bilder hier zeigst.
Die hätte ich sonst nicht so zu sehen bekommen.

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 12:14
von Chris
Ja, vielen Dank für die fantastischen Bilder.
Ich glaub, ich muß meine Toucam auch mal wieder rauskramen und ein paar Fotos machen.
Ich habs mal an meinem 10 Zöller Dobson mit der EOS 40D Probiert, jedoch bräucht ich da nen anderen Auszug, da der jetzt montierte nicht weit genug hineinfahren kann, um ein scharfes Bild auf dem Sensor zu bringen.
Leider hab ich ja keine Nachführung, aber dafür kann ich mich ja jetzt mit deinen Fotos ein wenig trösten :-)

Viele Grüße
Chris

Re: Sonnenfinsternis, weit weit weg

BeitragVerfasst: 19:15
von Hans_Ulrich
Hallo Chris,

... jedoch bräucht ich da nen anderen Auszug, da der jetzt montierte nicht weit genug hineinfahren kann, um ein scharfes Bild auf dem Sensor zu bringen.


Die Problematik kenne ich zur genüge. War leider bei meinen C8N auch so. Ich habe dann den Hauptspiegel knapp zwei Zentimeter höher gesetzt. Ging relativ einfach, nur durch auswechseln der Zug- und Druckschrauben der Hauptspiegelhalterung. Wenn die Druckschrauben beim Justieren gut angezogen werden, liegt die Halterung auch in dieser hohen Lage fest. Ich bin mir natürlich dabei im klaren, dass ich durch eine ungünstigere Ausleuchtung des Fangspiegel zirka 5 % Licht verschenke. Das macht sich besonders in den Randbereichen bemerkbar. Ich halte das für die bessere Lösung, als mit dem Auszug weiter in den Tubus zu gehen. Die zusätzliche Beugung verschlechtert auf jeden Fall bei höheren Vergrößerungen die Abbildung. Die Randabschattung kann ich raus rechnen, die Beugung nicht.

So ein 10 Zoll Dob ist natürlich eine feine Sache. Allerdings komme ich mit den "Schupsern" nicht klar. Ich habe das schon ein paar mal versucht. Wenn ich korrigieren will, ist immer alles verschwunden.

Mit einer Webcam und einer Barlow sollten solche Aufnahmen möglich sein:



Saturn_04-05-2008.jpg


Es reicht ja bei solchen Aufnahmen, dass du das Objekt 10 bis 20 Sekunden im Sichtfeld hast. Eine genaue Nachführung ist nicht nötig. Den Rest machen Giotto oder Registax.

Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 08:19
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

als ich die letzten Mondbilder bearbeitet habe, war auf einem etwas drauf, was da nicht hingehörte (siehe Pfeil).

M_bild1.jpg





Zuerst habe ich mich geärgert, war wieder eine Aufnahme weniger zum Summieren. Dann wurde ich aber doch neugierig, irgendetwas musste da ja zu sehen sein, eventuell ein Meteoriteneinschlag?

Zuerst habe ich alle Möglichkeiten des Schärfens mit Paint Shop Pro und Adobe Photoshop ausprobiert. Das war aber alles nicht so, wie ich es wollte. Als letzten Versuch (da sehr Zeitaufwendig) habe ich es dann mit einer Betaversion eines Programms versucht, das die Möglichkeit der Deconvolution (Bildpunktfaltung) besitzt. Nach etlichen Versuchen habe ich dann eine Matrix gefunden, die ein brauchbares Bild ergab.

M_bild2.jpg





Was ich dann sah, war eigentlich eine kleine Überraschung. Ich traue es mir kaum zu definieren was da auf dem Bild ist. Da solle sich jeder sein Urteil selber bilden.

M_bild3.jpg





Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 08:46
von pelkon
Du hast sie entdeckt!! Es gibt sie also doch, die Außerirdischen. Gratulation!

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 08:52
von Steffi
"schmunzel" da hast Du wohl "ET" gesehen :mrgreen:

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 09:11
von Alexx20012
Gratuliere du hast einen Satelliten erwischt :) Gut_111

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 09:27
von migell
LOL, Kirk an Brücke, sehen Sie das auch?

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 12:00
von Helge
Sehr gut gemachter Aprilscherz.
Aber das kenn wir ja von Dir.
Alles was Du hier zeigst hat KLASSE!

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 12:25
von Jeremy
Auch von mir: herzlichen Glückwunsch zum Aprilscherz. Ist dir gut gelungen.

Gruss Jeremy

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 12:59
von Gismo**
Hallo Hans Urlich,

wenn heute nicht der 1. April wäre, dann wärst du bei mir mit deinen Ufo durchgekommen.
Super gemacht (gesehen)

Gruß
Johann

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 17:42
von Fred
Hallo Hans_Ulrich,
es gibt ja Zweifel, ob die Amis damals wirklich auf dem Mond gelandet sind.
HIER nachzulesen.
Aber die sind nun ausgeräumt, denn es ist dir voll gelungen, ihre Landefähre,
die da so vor sich hin oxydiert (ach nein, geht ja nicht mangels Sauerstoff),
zu orten und abzulichten. volldoll_1 foto_2 zwinkern_1

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 00:24
von cs+1507
das ist eindeutig eine riesige Nacktschnecke !! Jetzt wissen wir, woher die Löcher auf der Oberfläche kommen !! Das ist eine Weltsensation !!

Viele Grüße
Christian

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 15:08
von frog
das ist ein Vorposten der Invasionsflotte der frogs (Raumschiff Orion).
Gruß, Thomas

Re: Mondbild mit Überraschung

BeitragVerfasst: 11:19
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

auch wenn der Beitrag nicht ganz so aufregend war, wie der andere Aprilscherz, hat er doch hoffentlich etwas für Heiterkeit gesorgt. Vielen Dank an alle, die sich darauf eingelassen haben und den Spaß mitgemacht haben.

Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 18:12
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

es gibt was auf der Sonne zu sehen, klarer Himmel und ich habe auch noch Zeit. Eine Kombination, die in letzter Zeit nicht sehr oft war ...

Sonne_1_ 2010_04_7.jpg




Sonne_2_ 2010_04_7.jpg




Sonne_3_ 2010_04_7.jpg






Alle Aufnahmen mit C8N (20 cm Öffnung, 1 Meter Brennweite) und Bader Sonnenfolie. Die erste Aufnahme mit EOS 400D, die anderen beiden mit einer SPC900NC.

Das helle Gebiet in der dritten Aufnahme an der rechten Seite ist ein sogenanntes Flammenfeld (oder Fackelfeld).

Bei Sonnenaufnahmen noch den Hinweis: Niemals ohne entsprechende Ausrüstung so etwas machen. Eine neue Kamera kann man sich kaufen, beim Auge hat man nur zwei Versuche ...

Die Filterfolie hat eine Abschwächung von über 1 zu 1.000.000.

Re: Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 19:15
von cs+1507
Waaahnsinnnnn !!

10_punkte 10_punkte

was sind das für Punkte auf den 2 Bild ?

Viele Grüße
Christian

Re: Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 20:36
von pelkon
Wirklich klasse! Diese Bilder lassen viel raum für Spekulatonen zu.
Sehr schön!

Re: Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 21:52
von nebels_hund_sky
Hallo Hans-Ulrich,

meine Hochachtung zu diesem erstklassigen Foto vom Zentrum unseres Planetensystems - der Sonne - einfach WAHNSINN!! Hut_ab

Und auch meine Frage: Was sind das für 2 Punkte?? (Hoffentlich nicht wieder ein Aprilscherz!!)

Gruß
Brigitte

Re: Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 12:42
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

keine Sorge der erste April ist vorbei, jetzt wird nicht mehr gemogelt. Es sind nicht zwei sondern drei Flecke. Bei den linken einzelnen handelt es sich um die Sonnenfleckengruppe 11060 und bei den beiden auf der rechten Seite um die Gruppe 11061. Mittlerweile sieht das aber schon alles wieder ganz anders aus. Die mittlere Aufnahme zeigt noch mal die rechte Gruppe in einer höheren Vergrößerung.

Die Sonnenflecken treten in einem 11 jährigen Zyklus auf. Innerhalb dieses Zyklus haben sie ein Maximum und auch einen Zeitraum wo nur sehr wenige auftreten. So ein Minimum geht jetzt seinem Ende zu. Wobei dieses leider sehr lang war. Das Ausbleiben eines ganzen Zyklus hat in der Regel eine leichte Abkühlung des Klimas zur folge.

Das Problem bei Aufnahmen der ganzen Sonne besteht in dem doch sehr großen Helligkeitsunterschied zwischen Zentrum und Rand. Ich habe den in der Aufnahme um zirka 90 % verringert. Dadurch war es möglich den Kontrast soweit zu erhöhen, dass man die Granulation der Oberfläche zu mindestens grob erkennen kann. Diesen Helligkeitsabfall zum Rand hin, kann man auf der dritten Aufnahme sehr gut erkennen.

Er hat seinen Ring wieder ...

BeitragVerfasst: 17:48
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

Der Saturn hat seinen Ring wieder, nur ist er immer noch sehr schmal. Leider musste ich ihn in Horizontnähe aufnehmen. Er verschwindet dann sehr schnell hinter Bäumen.

Er hatte seinen Ring natürlich nicht verloren, aber im vorigen Jahr im Spätsommer sah man von der Erde aus genau auf die Ringkante. Da sie nur wenige Kilometer dick ist, war der Ring somit nicht mehr zu sehen. Jetzt verändert sich die Lage des Ringes dahingehend, dass er in den nächsten Jahren immer besser zu sehen sein wird.

Saturn__07_04_20110.jpg





C8N, 2X Barlow, Philips Webcam SPC900NC, 10% von 1000 Bildern

HUK

Re: Sonne im Weißlicht am 07.04.2010

BeitragVerfasst: 18:06
von Gismo**
Hallo Hans Ulrich,

wirklich tolles Bild. Sowas sieht man auch nicht alle Tage. Ist mal was anderes.

Gruß
Johann

Re: Er hat seinen Ring wieder ...

BeitragVerfasst: 18:28
von Gismo**
Hallo Hans Ulrich,

wieder mal ein schönes und interessantes Weltall Bild von dir. Du kennst dich ja ganz schön aus da oben wie es scheint.

Gruß
Johann

Re: Er hat seinen Ring wieder ...

BeitragVerfasst: 19:20
von pelkon
Das ist wirklich ein schönes Bild. Klasse Aufnahme!

Re: Er hat seinen Ring wieder ...

BeitragVerfasst: 18:07
von Hans_Ulrich
Hallo Johann,

Du kennst dich ja ganz schön aus da oben wie es scheint.


Sagen wir etwas. Mein erstes Fernrohr habe ich mir mit 14 Jahren gebastelt. Zwei Linsen vom Optiker, als Tubus eine Pappröhre und die ganze Sache frei Hand. Ich glaube die Vergrößerung lag noch unter 10, aber am Mond konnte man schon einige Krater erkennen. Das sie fürchterlich bunt waren, tat damals der Entdeckerfreude keinen Abbruch. Dann kamen Studium, Beruf, Familie, man kann auch sagen, der spießige Abschnitt des Lebens. 2005 (Kinder waren aus dem Hause) habe ich mir dann das erste Teleskop geleistet. Aus heutiger Sicht, eher ein Spielzeug. Dann kam eins zum anderen, irgend wann auch der Wunsch, das was man sieht auch zu fotografieren.
Jetzt habe ich zwar die Zeit und die Möglichkeit, aber was ist? In diesem Jahr erst einmal draußen gewesen ...

Sonne am 29.05.2010

BeitragVerfasst: 09:28
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

nach dem ich mein neues Röhrchen (Lunt) habe, war gestern das erste mal die Möglichkeit die Sonne damit abzulichten. Leider war zwischen den Wolkenlücken immer nur wenige Minuten Zeit und ich habe da sicherlich noch nicht die optimale Einstellung gefunden. Die Durchsicht war auch sehr bescheiden. Es war sehr diesig.
Das ist dabei raus gekommen:

Sonne_29_05_2010.jpg






Auf keinen Fall so eine Aufnahme selber versuchen. Ohne entsprechende Ausrüstung hat man nur zwei Versuche und dann ist es für immer Dunkel !!

Das "Lund" ist ein spezielles Sonnenteleskop, das nur das Licht des ionisierten Wasserstoff auf einer bestimmten Wellenlänge durchlässt. Zu sehen eine Protuberanz. Das ist eine Eruption von Wasserstoff, der sich an magnetischen Feldlinien ausrichtet.

Re: Sonne am 29.05.2010

BeitragVerfasst: 10:12
von Gismo**
Hallo Hans Ulrich,

wieder mal ein interessantes Bild von dir. Kann mir gut vorstellen dass es ohne einer besonderen Ausrüstung sehr schädlich für die Augen ist, wenn man so durch ein Teleskop schaut.

Gruß
Johann

Re: Sonne am 29.05.2010

BeitragVerfasst: 10:23
von Hans_Ulrich
Hallo Johann,

Kann mir gut vorstellen dass es ohne einer besonderen Ausrüstung sehr schädlich für die Augen ist


Ich muss bei solchen Bildern immer wieder darauf hinweisen. Viele sind sich der Gefahr gar nicht bewusst und ich habe schon bei Fachleuten Dinge erlebt ...

Re: Sonne am 29.05.2010

BeitragVerfasst: 13:19
von Helge
Hallo Hans-Ulrich,
sehr schöne Aufnahme, wenn auch für ungeübte Normal-Augen schwer verständlich.

Re: Sonne am 29.05.2010

BeitragVerfasst: 20:13
von Hans_Ulrich
Hallo Helge,

wenn auch für ungeübte Normal-Augen schwer verständlich.


Ist nachzuvollziehen, es beschäftigt sich ja nicht jeder mit solchen Problemen. Deshalb noch mal eine beschriftete Aufnahme:

Sonne_29_05_2010_beschr.jpg






Die Granulation entsteht durch thermische Bewegungen an der Oberfläche. Kann man sich vorstellen wie das Kochen von Wasser. Nur alles einige Dimensionen größer.
Die Chromosphäre ist eine zirka 10.000 Km dicke transparente, rötliche Schicht über der Oberfläche (Die Erde hat in etwa den selben Durchmesser von 10.000 Km).
Die Protuberanzen sind Eruptionen von ionisierten Wasserstoff.

Die Aufnahme insgesamt bildet die Sonne im Licht des Ionisierten Wasserstoff (H-alpha Linie) mit einer Bandbreite schmaler 0,75 Angstrom ab.