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Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 21:05
von cs+1507
Die gibt es nicht, was für einen richtig ist, ist für den anderen mangelhaft.

Nachdem ich mir die Wettberwerbsbilder genau angeschaut´habe, stellte ich fest, die Bildbearbeitung ist für den Erfolg entscheidend. Die Podestbilder sind (fast ) immer gut bis sehr gut bearbeitet, vor allem im Bereich Farbsättigung, Kontrast und Helligkeit. Sie bringen die meisten Punkte. Es lohnt sich also, etwas mehr Zeit zu investieren.

Beispiel:
ein normal bearbeitetes Foto

IMG_3548df.jpg


hier habe ich F K H ( Farbensättigung, Kontrast, Helligkeit ) zusätzlich hoch geschraubt, hier Leuchten die Farben, insgesamt würde ich dem zweiten Bild mehr Punkte vergeben.

IMG_3548dfx.jpg



Viel Spass bei der Bearbeitung und viel Erfolg.

Viele Grüße

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 07:00
von halei
Sorry Christian,

nicht, dass ich Dich enttäuschen möchte,aber bei mir persönlich wäre das erste Bild der Favorit für die höhere Punktzahl. Die Natürlichkeit sagt mir mehr zu.
Generell hast Du aber wohl dennoch recht traurig_1 .

Gruß Hans

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 07:19
von Hans_Ulrich
Hallo allerseits,

ich sehe das genauso wie Christian.

@ Hans

Die Natürlichkeit sagt mir mehr zu.


Da könnte man sich wieder richtig streiten. Nicht darüber, dass Natürlichkeit mehr zusagt, sondern was Natürlichkeit ist. Normale Bilder unterscheiden sich doch deutlich von dem visuellen Eindruck in der Dynamik der Helligkeit und der Sättigung der Farben. Das ist einfach Systembedingt durch die Unterschiedlichen Möglichkeiten von Auge und Kamera. Seltsamer Weise wird aber immer das als Natürlich bezeichnet, was die Kamera liefert und nicht was das Auge sieht. HDR-Bilder, die dem visuellen Eindruck doch näher kommen, sind dann immer "Künstlich" (ich rede hier nicht von den "künstlerischen HDR").

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 08:51
von Walter
Hallo Hans-Ulrich und alle andere,

keine Ahnung, ob es dazu schon Statistiken gibt (würde mich nicht wundern), aber ich käme nie auf die Idee, der Kamera mehr zu vertrauen als mein Auge. Ich habe die Kameraeinstellungen soweit wir möglich so eingestellt, dass es ein natürlich aussehendes Foto ergibt. Letztendlich möchte ich Fotos und keine Bilder machen, die überlasse ich den Malern. Wenn ich das Foto später ausdrucke, soll es weitgehendst so aussehen, wie es realistisch aussieht, denn gerade dieses Aussehen hat mich dazu veranlasst, ein Foto davon zu machen. Natürlich gibt es schöne Bilder, die ich mir auch an die Wand hängen würde, aber ich käme nie auf die Idee, dass dem Betrachter als reales Foto zu "verkaufen", denn das wäre es nach einer ausgiebigen Bildbearbeitung nicht mehr.

Sicher hast Du recht, dass man da völlig unterschiedliche Ansichten darüber haben kann und auch soll, aber mein Bestreben ist es, keine aufwendige Bildbearbeitung zu machen. Ich möchte nicht den Begriff „out of Kamera“ benutzen, da bekanntlich auch die Kamera eine Bildbearbeitungssoftware nutzt, aber deren Einfluss möchte ich nur dazu nutzen, möglichst nah an dem von mir gesehenen Motiv heran zu kommen.

Ob jetzt tatsächlich ein aufwendig bearbeitetes Foto eine bessere Chance im Wettbewerb hat, hängt doch wohl entscheidend von der "Vorarbeit" des Fotografen ab. Ohne Bildbearbeitung ist es schwerer, ein ansprechendes Foto zu machen, weil ich mir gleich zu Beginn mehr Gedanken über die Einstellungen machen muss.

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 17:44
von cs+1507
Die Natürlichkeit, ein schönes Wort und schöne Theorie.
Wir lieben und respektieren das Alter und die Natürlichkeit von unseren anderen Hälften (Ehepartner, -in, Lebensgefährter, -in. Auch morgens.
Aber wenn wir irgendwo zum Besuch ( Schau ) gehen, Bekannte, Restaurant, etc, ist schöne Kleidung und evtl. make-up der Normalfall.
Ähnliche Ausstellung ( Schau ) ist ein Fotowettbewerb. Das ist die Realität zwinkern_1

Viele Grüße

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 09:46
von nebels_hund_sky
Moin,

ein interessantes Thema - die richtige Bildbearbeitung. gruebel_1

Die "richtige" Bildbearbeitung ist "Ansichtssache". Ein Fotograf interpretiert mit seinen Bildern seine Ansicht, seine Sichtweise. - ob er nun die Natürlichkeit hervorheben möchte oder ein Bild "malen" bzw. inszenieren möchte, um Fantasien zu schaffen.

Das hängt auch vom jeweiligen Motiv ab. Christian, du zeigst uns nun zwei Makro- oder Naturaufnahmen, bei denen ich persönlich die Natürlichkeit hervorheben würde - wie bei Bild 1.
Dies beschränkt sich auf eine eher sehr geringe Bildbearbeitung - meiner Meinung nach lediglich auf Helligkeit bzw. Bearbeitung der Gradiationskurve. Kontrast und Farbsättigung, wie auch dem Einsatz von Retusche bzw. Radierer würde ich hier keinerlei Beachtung schenken - siehe mein Bild Mohnblumen im Wind.

Möchte ich ein authentisches Foto zeigen, so wie ich es in der Natur erlebt habe, ist doch schon der Einsatz von Aufhellern, Blitz, Objektive - wie Weitwinkel oder Zoom oder die Kameraeinstellungen in Bezug auf Farbe … ein Eingriff in die Natürlichkeit.

Anders sieht es bei mir bei Architektur- oder teilweise Landschaftsaufnahmen aus. Hier verwende ich je nach Motiv und meiner Sichtweise teilweise auch mal einen Polfilter oder ND-Filter oder bei der Bearbeitung (Tonal)Kontrast, Objektivkorrektur …. . Wie sah das nun z.B. bei meinem Wettbewerbsfoto aus. An Ort und Stelle versuche ich natürlich schon das Motiv zu gestalten und die für mich richtigen Kameraeinstellungen für eine reale Wiedergabe zu verwenden. Ich habe mal das Originalfoto (links) und meine Bearbeitung (rechts) als Beispiel beigefügt.

Bearbeitung.jpg






cs+1507 hat geschrieben:Wir lieben und respektieren das Alter und die Natürlichkeit von unseren anderen Hälften (Ehepartner, -in, Lebensgefährter, -in. Auch morgens.
Aber wenn wir irgendwo zum Besuch ( Schau ) gehen, Bekannte, Restaurant, etc, ist schöne Kleidung und evtl. make-up der Normalfall.


Darüber bin ich mit meinem Erlebten und Alter hinaus. Natürlich besuche ich Bekannte ….. nicht im Schlabberlook, aber ansonsten bevorzuge ich meine Natürlichkeit - meine positive Ausstrahlung durch meine "ungeschminkte Wahrheit". Natürlichkeit ist für mich, wer abends noch mit Augenbrauen ins Bett geht. neu_pfeiff zwinkern_1 Und wer mich unbedingt fotografieren möchte, dann bitte so wie ich bin. Photoshop braucht meine Hüften nicht schmaler machen oder meinen Hals verlängern. zwinkern_1

Nun schaun mer mal, ob ein "natürliches" Foto im neuen Wettbewerb Blumen und Blüten auf dem Treppchen stehen wird.

Viele Grüße
Brigitte

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 10:51
von KurierderKönigin
Hallo zusammen,

ob viel oder wenig Bildbearbeitung ist nicht entscheidend. Entscheidend ist das Motiv und das Verhalten des Fotografen beim fotografieren. Wenn ich beim fotografieren dem Motiv, der Gestaltung, Lichtführung, Perspektive und allen anderen gestaltenden Belangen keinerlei bzw. unzureichende Beachtung schenke, kann ich später noch so viel Bildbearbeitung anwenden, das Foto bleibt schlecht. Der letzte Wettbewerb ist ein sehr gutes Beispiel wie wichtig das Motiv ist. Wenn man wie 80% der Teilnehmer das gleiche Motiv ins rennen schickt (prunkvolle Kirchen von innen bzw. außen fotografiert), dann muß man sich nicht wundern, daß man in der Masse untergeht und eben nur eine durchschnittliche Beurteilung bekommt. Ich versuche zumindest die naheliegendsten Motive zu vermeiden. Ob und wie das Foto dann bearbeitet wird, ist in meinen Augen zweitranging, es ist nur der letzte Schliff um aus einem guten Foto eben noch ein etwas besseres Foto zu machen.

Zur Natürlichkeit sei nur soviel angemerkt, daß der Mensch sich seit Urzeiten geschmückt hat, insofern ist dies ein uns angeborenes Verhalten und völlig natürlich. Ein jeder hier im Forum trägt lieber Nike Turnschuhe als die Eigenmarke von Deichmann oder fährt lieber VW als Dacia, soviel zum Thema zur Schau stellen. Zum altern sei nur angemerkt alt werden will jeder, alt sein aber keiner.

Servus Rüdiger

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 11:07
von Andi-Berlin
Hallo zusammen,

ja das ist wirklich eine Geschichte für sich. doppel_daumen

Zum einen versucht man das Objekt so dar zu stellen, wie man es gerne sehen würde.
Das passiert unterbewusst und ist immer mehr oder weniger präsent.(Die Sonne war doch etwas kräfter im Gelb ton...)

Zum anderen, (auch wieder unbewusst) versucht man sofern es nicht anders gewünscht ist, die Natürlichkeit bei zu behalten.

Meiner Meinung nach ist das Gleichgewicht (und natürlich bestimmte Vorgaben die das Ergebnis aufweisen soll) entscheidend.
Da jeder das eine oder das andere mehr oder weniger bevorzugt, wird das wohl ein immer wehrender Kampf zu sein.

Ich hab da eine Idee .... Schaut mal hier.

Liebe Grüße Andi

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 06:46
von DSP
Um mal meinen Senf dazu zu geben:

Meiner Meinung gibt es verschiedene Zielrichtungen beim Fotografieren. Von der Dokumentarfotografie wo selbst nachträgliches Kontratanheben fast schon ein Frevel ist bis zu den Bereichen der Werbe-, Beauty-, Künstlerischen-, Infrarot-Fotografie bei der es ohne Verfremdung (bis zum geht nicht mehr) fast nicht mehr geht.
Bei letzteren ist die Bearbeitung allerdings meistens schon vor der Aufnahme mit eingeplant und gehört einfach dazu.

Gehörte es auch schon zu Analog Zeiten, nur da hat man es von einem Spezialisten oder dem Labor machen lassen (Die meisten) oder sich selber auf SW im Heimlabor konzentriert. War eine Heidenarbeit und deswegen wurden nur die Bilder "Bearbeitet" die es der Eigenen Meinung nach verdient haben. Photoshop hat nicht umsonst noch die 'Analogen' Namen für seine Filter: Aufhellen, Abwedeln, unscharf maskieren alles analog Techniken. Kontrast (Wandelpapiere, Weißabgleich (Farbfilter im Vergrößerer), Belichtungskorrektur (Bestimmung der Belichtungszeit, Blende beim Vergrößern) wurde ja auch schon gemacht.

Und Effektfilter kannte man damals auch schon (Cross-Prozessing) ;-)

Auch ist das was uns Gefällt zum Teil von der Stimmung abhängig- Je nach "Sommerlaune" mag es es manchmal knall-Bunt und erschrecke Wochen später wegen der übertriebenen Farben.

Wenn man wie ich letztens eine "Durchgeknallte" junge Frau fotografieren darf die unbedingt mal im - ich nenne es Vampir Look - fotografiert werden will, dann steigert so eine Farbverschiebung ins Bleiche durch Cross Prozessing den Look und macht das Bild stimmiger. Und übertrieben bleiche (Pickel und Faltenfreie) Haut passt da halt auch dazu.

Ist jetzt kein Bild das den "So sieht sie wirklich aus" Standard auch nur annähernd erfüllt, ist aber auch eher Schauspielerei mit Standbildern in diesem Fall und sollte auch so aussehen.

Mir gefallen da die SW Bilder mehr, ihr die Farbverfällschten (Wobei ja alleine schon Sw nicht natürlich ist).

DSC_5813mk.jpg
Ganz und gar nicht natürlich, aber ihr gefällt es und das ist das wichtigeste :-)
Ganz und gar nicht natürlich, aber ihr gefällt es und das ist das wichtigeste :-)





Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 14:53
von cs+1507
Hallo Dirk,

zuerst Danke für das Bild, lange keins gepostet...
Dass sie zufrieden ist kein Wunder, ich finde die Arbeit hammermässig und mega stark.
Ja, die Bildbearbeitung kennt in den PS-Zeiten kaum Grenzen. Beispiel, die junge "Vampirin".

Soweit ist aber der Wettbewerb nicht, hier läuft es ganz gemütlich, ich bezeichne die Richtung, obwohl das ungerne gesehen wird, eher als "Postkartenfotografie".
Schöne Motive, angenehme Farben sind für den Erfolg entscheidend. Wer experimentiert, der hat meistens verloren. Standard und nochmal Standard. zwinkern_1

Viele Grüße

Wettbewerb, die richtige Bildbearbeitung ?

BeitragVerfasst: 16:45
von KurierderKönigin
cs+1507 hat geschrieben:Hallo Dirk,

zuerst Danke für das Bild, lange keins gepostet...
Dass sie zufrieden ist kein Wunder, ich finde die Arbeit hammermässig und mega stark.
Ja, die Bildbearbeitung kennt in den PS-Zeiten kaum Grenzen. Beispiel, die junge "Vampirin".

Soweit ist aber der Wettbewerb nicht, hier läuft es ganz gemütlich, ich bezeichne die Richtung, obwohl das ungerne gesehen wird, eher als "Postkartenfotografie".
Schöne Motive, angenehme Farben sind für den Erfolg entscheidend. Wer experimentiert, der hat meistens verloren. Standard und nochmal Standard. zwinkern_1

Viele Grüße


Hallo Christian,

gerne würde ich Deine Experimente sehen.

Servus Rüdiger