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Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 20:52
von Ammerland
Hallo zusammen!

! Achtung !
Auch diesen Monat gibt es den gewünschten Vorlauf auf den nächsten Wettbewerb.
Das bedeutet: Das Thema für den Wettbewerb 25 (Juli) wird im Punkt 10 genannt.


Das Monatsthema 24 für Juni lautet: Perspektiven
Als wichtiges Gestaltungselement in der Fotografie wird die Perspektive durch den Standort des Fotografen bestimmt.
Abstand und Position des Fotografen zum Motiv, Vorder-/Hintergrund sind bereits Fragen der Perspektive. Vogel- und Froschperspektive,
Fluchtpunktperspektive oder kreative Perspektive werden in diesem Zusammenhang oft genannt.
Beim Betrachten eines Motives von verschiedenen Standorten und Positionen finden sich oft Perspektiven, die interessanter sind, als eine 08/15 Aufnahme.



Anleitung zur Teilnahme am Monatsthema Nr. 24 für Juni 2019 "Perspektiven":

1. Jeder Teilnehmer kann ein selbst erstelltes Bild mit Exifdaten in der gewohnten Auflösung bis zu 1280 Pixel für die längere Kante hochladen.
Das Bild kann aus dem Archiv genommen oder neu für das Monatsthema erstellt werden.

2. Der Teilnehmer muss natürlich bei seinem erstellten Bild über die Urheberrechte verfügen. Eine Genehmigung zur Veröffentlichung bei fotografierten Personen muss vorliegen. Es sei denn, die Person(en) ist/sind Beiwerk des Motivs. Ferner müssen die Fotos natürlich unseren Forenregeln entsprechen (siehe dazu die Regeln 10 und 11).

3. Bitte im Textfeld des Bildes einen Titel eingeben, im Beitrag selbst einen kurzen Text (mindestens 50 Zeichen) eintragen, wo z.B. das Bild entstanden ist, da sonst kein Bild hochgeladen werden kann.

4. Das Teilnehmerbild kann vom 01.06. bis einschließlich 21.06.2019 eingestellt werden.

5. Die Abstimmung über die Danke-Funktion erfolgt dann vom 22.06.2019 bis einschließlich 27.06.2019. Die Anzahl der Bewertungen über die Danke-Funktion liegt im Ermessen des bewertenden Teilnehmers.

6. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich zur Bewertung der eingestellten Bilder seiner Kollegen. Sollte ein Teilnehmer dieser Bitte bis zum Ende des Bewertungszeitraumes nicht nachkommen, so wird sein Bild von diesem Monatsthema ausgeschlossen. Ein faires Nehmen und Geben soll somit erzielt werden.

7. Am 28.06.2019 wird der Gewinner ermittelt und ab diesem Tag können die eingestellten Bilder besprochen werden.

8. Der Gewinner hat 2 Tage Zeit (29.06. und 30.06.2019) um mit einem Posting das neue Monatsthema zu starten. Das Thema und die eventuelle Kurzbeschreibung entnimmt er dem Punkt 10 des Startpostings des eben abgeschlossenen Monatsthemas. Sein eigenes Thema (eventuell mit Kurzbeschreibung) gibt er in Punkt 10 des Postings bekannt. Sollte nach 2 Tagen noch kein neues Thema gestartet sein, übernimmt dieses der/die Zweitplatzierte. Im neuen Thema wird diese Anleitung (bitte die Daten wieder korrekt anpassen!) in den ersten Beitrag mit übernommen.

9. Der Gewinner startet dann die Bewertung für das folgende Thema (siehe Punkt 5) durch ein entsprechendes Posting.
Am Ende der Bewertung nimmt er die Feststellung des neuen Gewinners (siehe Punkt 7) vor mit entsprechendem Posting.

10. Das nachfolgende Monatsthema 25 für Juli 2019 von @rider lautet:

"Bild im Bild"
Gesucht sind Fotografien, die Bilder zeigen. Das sollen jedoch keine bloßen Reproduktionen sein; die Bilder sollen in ihrer Umgebung dargestellt werden - idealerweise so, dass auch ein Bezug zur Umgebung sichtbar wird. Unter Bildern sind in diesem Kontext nicht nur Bilder zu verstehen, die gerahmt an der Wand hängen, sondern auch (zweidimensionale) Schaufensterdeko, Plakate, Darstellungen auf Glasfenstern, Graffiti und anderes. Viel Spaß bei der Bilderjagd!

Am 1. Juni kann es losgehen mit den Perspektiven foto_1 .

Gruß
Ute

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 21:50
von harald13114
Hallo,

da will ich mal den Anfang machen. Sehr interessante Ansichten bekommt man
aus der "Hüftperspektive", wie ich finde und gerne nutze.

Gruß

Harald


_DSC5543-Bearbeitet-2.jpg
Exif-Daten
Brennweite: 24 mm (24 mm KB-äquivalente Brennweite)
Belichtungszeit: 1/80 Sek
Blende: F/11
ISO-Empfindlichkeit: 100
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: ILCE-7R
Belichtungsprogramm: Normal-Programm
Belichtungskorrektur: 0 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment





Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 16:08
von roger
Hallo zusammen,

bei einer Fahrt durch Holland haben wir dieses Bild gefunden, -
und natürlich mussten wir mit den alten Holländen anstoßen...


2019-06-Perspektive.jpg
Exif-Daten
Brennweite: 16 mm
Belichtungszeit: 1/1250 Sek
Blende: F/5
ISO-Empfindlichkeit: 200
Weißabgleich: Manuell
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: Canon EOS 5D Mark III
Belichtungsprogramm: Blendenpriorität
Belichtungskorrektur: 2/3 LW
Belichtungs- Messmethode: Spot







Herzl. Gruß,
Wolfgang

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 14:10
von Rai_Wil
Hallo zusammen,
mein Beitrag kommt aus dem Zoo Rostock, einem Eisbär auf Augenhöhe zu begegnen, kommt nicht so oft vor.

Eisbär auf Augenhöhe.jpg
Exif-Daten
Brennweite: 500 mm (750 mm KB-äquivalente Brennweite)
Belichtungszeit: 1/320 Sek
Blende: F/5.6
ISO-Empfindlichkeit: 140
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst
Kamera-Modell: NIKON D500
Belichtungsprogramm: Manuell
Belichtungskorrektur: -4/6 LW
Belichtungs- Messmethode: Mittenbetont





Gruß Rainer

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 22:26
von KurierderKönigin
Guten Abend zusammen,

kurz vor Ende des Themas nur vier Bilder inkl. meinem, daß ist sehr wenig. Ich hätte nicht gedacht, daß ich kurz vor Schluß Euch noch die erste Froschperspektive zeigen kann. Entstanden ist das Bild Ende Mai 2018 in Heidelberg.

Servus Rüdiger

NIK_2184-1 kleiner.jpg
Exif-Daten
Brennweite: 24 mm (24 mm KB-äquivalente Brennweite)
Belichtungszeit: 1/640 Sek
Blende: F/5.6
ISO-Empfindlichkeit: 200
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: NIKON D750
Belichtungsprogramm: Blendenpriorität
Belichtungskorrektur: 0 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment





Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 12:23
von rider
Hallo zusammen!

Votivkirche Wien, Vierung mit (neu-)gotischem Netzrippengewölbe, Lang-, Querhaus und Chor mit Kreuzrippengewölbe.
HDR aus 5 Aufnahmen. Belichtungszeiten: 0,08, 0,15, 0,3, 0,6 und 1,3 Sekunden.

HDR860.JPG
Exif-Daten
Brennweite: 11 mm
Blende: F/8
ISO-Empfindlichkeit: 400
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: Canon EOS 6D Mark II
Belichtungsprogramm: Manuell
Belichtungskorrektur: 0 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment






An alle, die ihre Beiträge noch nicht hochgeladen haben: Wartet nicht zu lange damit! Denkt daran, dass morgen 21. 6. wegen der Wartungsarbeiten vor 17:00 Schluss ist!

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 23:01
von champerlaine
Von unten nach oben, Blick hinauf auf die Uwe Düne (Kampen, Sylt). Die Uwe Düne ist der höchste Punkt der Insel Sylt. Toller Blick bei klarem Wett bis zum Festland. Das ist die Belohnung für 110 Stufen, die allerdings leicht zu besteigen sind.
Sylt (1 von 1).jpg
Exif-Daten
Brennweite: 6.2 mm (34 mm KB-äquivalente Brennweite)
Belichtungszeit: 1/160 Sek
Blende: F/3.5
ISO-Empfindlichkeit: 100
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: DMC-FZ300
Belichtungsprogramm: Normal-Programm
Belichtungskorrektur: -33/100 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment




Gruß Christa

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 00:10
von Ammerland
Hallo zusammen,

mein Foto zeigt den Blick auf die Festung Marienberg in Würzburg von der Wallfahrtskirche Käppele aus.
Das Foto zeigt, dass auch aus der Normalperspektive - wie ich finde - interessante Fotos entstehen können. Ich hätte mich auch vorne an das Geländer stellen und von dort aus die Festung fotografieren können. Durch meinen Standort habe ich einen schönen Vordergrund und eine Ansicht auf die Festung in ihrer gesamten Ausdehnung, eingerahmt durch Bäume.

4L7A1927_comp.jpg
Blick auf die Festung Marienberg
Blick auf die Festung Marienberg

Exif-Daten
Brennweite: 19 mm
Belichtungszeit: 1/800 Sek
Blende: F/4.5
ISO-Empfindlichkeit: 100
Weißabgleich: Manuell
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: Canon EOS 7D Mark II
Belichtungsprogramm: Blendenpriorität
Belichtungskorrektur: 0 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment






Ich weise ebenfalls noch mal auf die anstehenden Wartungsarbeiten im Forum hin. Bitte ladet Eure Fotos bis spätestens heute um 17.00 Uhr hoch!

Gruß
Ute

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 12:13
von halei
So ein Fernsehturm mit 281 m ist schon schwierig zu bauen, wenn man aus Umweltgründen nur ein Holzgerüst verwenden will :lol: .
Komplizierte Baustelle.JPG
Exif-Daten
Brennweite: 60 mm (90 mm KB-äquivalente Brennweite)
Belichtungszeit: 1/125 Sek
Blende: F/8
ISO-Empfindlichkeit: 200
Weißabgleich: Automatisch
Blitz: Blitz wurde nicht ausgelöst, Blitz unterdrücken-Modus
Kamera-Modell: PENTAX K-r
Belichtungsprogramm: Blendenpriorität
Belichtungskorrektur: 0 LW
Belichtungs- Messmethode: Multi-Segment





Gruß Hans

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 20:06
von George
Hallo,

ich bin zwar nicht der "Owner" des Monatsthemas, weise aber dennoch darauf hin, dass die Abstimmung begonnen hat. Also bitte fleissig auf "Danke" drücken Danke_12

Viele Grüße...Jörg

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 20:21
von BlackLily
Tolle Aufnahmen und interessante Gedanken, die ihr da zeigt. :daumen_hoch:

Ich habe auch ein Bild gehabt, allerdings ist nach meinem Umzug in der neuen Wohnung das Internet noch nicht freigeschaltet, sodass ich aktuell nur Freitagabend bei meinen Eltern ins Netz kann. Und wie ja alle wissen, waren genau zu dem Zeitpunkt Wartungsarbeiten. weinen_1 Ich werde das Foto aber in der Bildbesprechung nachreichen.

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 11:23
von KurierderKönigin
Hallo Susanne und alle anderen,

Deine Meinung teile ich nicht. Zum einen sind acht Fotos sehr sehr wenig und zum anderen finde ich sind 50% am Thema vorbei. Selbstverständlich ist jedes aus einer der drei existierenden Perspektiven fotografiert, jedoch steht die Perspektive selbst bei der Hälfte nicht im Mittelpunkt und daher ist es für mich ein sehr enttäuschendes Monatsthema, um so mehr, als das ich das Thema für sehr interessant halte.

Servus Rüdiger

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 14:18
von rider
Hallo alle,

vielleicht sollten wir uns mit Kommentaren zum Thema und auch zu einzelnen Bildern zurückhalten, bis die Abstimmung abgeschlossen ist, auch wenns uns schwer fällt. Ute wird dann sicher verkünden, dass die Bilder besprochen werden können.

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 00:16
von Ammerland
Hallo zusammen,

das Ergebnis des Monatsthemas „Perspektiven“ steht fest:

10 „Stimmen“ erhielt das Foto von @rider und erreichte den 1. Platz.
7 „Stimmen“ entfielen auf das Foto von @champerlaine, das damit den 2. Platz errungen hat.
Mit 6 „Stimmen“ liegt das Foto von @KurierderKönigin auf Platz 3.

Ich gratuliere den Bestbewerteten und danke allen, die am Wettbewerb und der Abstimmung teilgenommen haben.
Aus meiner Sicht haben alle Fotos das Thema getroffen.

Die Fotos können ab sofort besprochen werden.

Es wäre schön, wenn möglichst viele Fotos besprochen werden können.
Zur Auslegung des Themas gibt es offenbar unterschiedliche Auffassungen, was anhand der Fotos diskutiert werden könnte.

@rider hat sicher schon ein schönes Thema für das 26. Monatsthema im August parat :-D .

Gruß
Ute

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 03:01
von rider
Hallo zusammen!

Glückwunsch an Christa (@champerlaine) und Rüdiger (@KurierderKönigin) zu den Platzierungen.
Gewinner aber sind wir alle, die wir uns dem Thema gestellt haben - unabhängig von der Bewertung. Meiner Meinung liegt die Schwierigkeit des Themas zunächst darin, dass kein bestimmtes, darstellbares Objekt betrifft, sondern ein Phänomen, das man gar nicht suchen muss, sondern welches derart präsent ist, dass wir es zwar ständig wahrnehmen, aber dass es uns in seiner omnipräsenten Normalität gar nicht bewusst wird. Es kann mehrere Erklärungen für Perspektive geben, aber eine plausible Erklärung wäre, dass damit der Umstand beschrieben wird, dass sich die Wahrnehmung von Objekten abhängig von ihrer Entfernung vom Augpunkt verändert. Den Umstand, dass Dinge blasser wirken, wenn sie weiter entfernt sind, nennen wir Luftperspektive, den Umstand dass die Farben heller werden und tendenziell zu Blautönen neigen, nennen wir Farbperspektive und den Umstand, dass Dinge kleiner erscheinen, wenn sie weiter entfernt sind, nennen wir Linearperspektive. All das ist für uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Daher fällt es uns auch gar nicht mehr auf, dass jede Fotografie von dreidimensionalen Objekten oder Szenerien auch perspektivisch ist. Wir müssten uns also gar nicht anstrengen, um Perspektive darzustellen. Das machen wir mit jeder Fotografie ohne besonderes Zutun. Unangenehm dabei ist, dass es kaum überzeugend wirken wird, weil die Darstellung ohnehin nur jedermanns Erwartungen erfüllt. Die Herausforderung dieses Monatsthemas lag darin, die Barriere dieses Ohnehin-Erwarteten zu überwinden und eine Darstellungsform zu finden, die auch der Trivialität einer perspektivischen Ansicht einen besonderen Aufmerksamkeitsreiz abringen kann. Ich war mir selten so unsicher und habe fast bis zum letzten Moment zwischen zwei möglichen Bildern geschwankt und kann daher mit allen mitfühlen, die sich angesichts dieser Aufgabenstellung unsicher oder sogar überfordert gefühlt haben. Vielleicht rührt daher die relativ geringe Beteiligung, auch wenn wir heuer schon weniger Teilnehmer gehabt haben. Umso höher sind aber die einzuschätzen, die sich trotz dieser Schwierigkeiten dem Thema gestellt haben, selbst wenn es nicht so ganz geklappt haben sollte.
Vielen Dank auch an alle, welche die Bilder bewertet haben.

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 10:56
von Rai_Wil
Hallo zusammen,
herzlichen Glückwunsch an Gewinner und Platzierte.

KurierderKönigin hat geschrieben:Zum einen sind acht Fotos sehr sehr wenig und zum anderen finde ich sind 50% am Thema vorbei. Selbstverständlich ist jedes aus einer der drei existierenden Perspektiven fotografiert, jedoch steht die Perspektive selbst bei der Hälfte nicht im Mittelpunkt und daher ist es für mich ein sehr enttäuschendes Monatsthema, um so mehr, als das ich das Thema für sehr interessant halte.


Wenn ich mir einen solchen Kommentar anschaue, wundere ich mich nicht, dass sich viele nicht trauen oder keine Lust haben, ein Wettbewerbsbild einzustellen.
Gruß Rainer

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 08:55
von speedy
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

Gruß
Anja

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 12:01
von harald13114
Hallo

und herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinner. Die Untersicht hat hier eindeutig gesiegt. Auch für mich waren die Siegerfotos bei der Punktevergabe vorne. Mein Favorit war allerdings das Foto von Christa, einfach weil es ruhiger ist. Das von Werner ist mir etwas zu unruhig. Rüdigers Foto ist hier wohl das einzige, dass mich kurz verwirrt hat. Dann war es klar, ein Basketballkorb aus der extremen Untersicht. Eine witzige Idee. Ich hatte mich allerdings entschlossen, aufgrund er geringen Teilnehmerzahl, nur zwei "Danke" zu vergeben. Hierbei interessiert mich schon, warum Ute (Ammerland) alle Bilder mit einem "Danke" versehen hat?
Unmöglich finde ich aber, dass während des laufenden Wettbewerbs schon Meinungsäußerungen abgegeben werden. Zumindest als Teilnehmer sollte man sich doch zurückhalten, wie Werner schon angemerkt hat.

Gruß

Harald

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 12:17
von champerlaine
Hallo,
meine herzlichen Glückwünsche an die Mitplatzierten von diesem Wettbewerb. Ich war sehr lange unschlüssig, ob die Aufnahme der Aufgabenstellung einfach gerecht wird.
Ich danke allen, die mir ihr "danke" gegeben haben.
Und als dann bereits noch während des Wettbewerbs negative Äußerungen geschrieben wurden, hatte ich fast keine Lust mehr, mich zu beteiligen.
Es ist nicht förderlich, bereits vorab seine Meinung zu äußern.
Vielleicht ist für die folgende Monate die Beteilung etwas reger.
Liebe Grüße von Christa

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 02:32
von rider
Hallo nochmals,

ich versuche nach Utes Wunsch nochmals etwas ausführlicher meine Sicht auf das Thema und auf einzelne Beiträge darzustellen und schließe dabei an mein letztes Posting an. Wie ich dort schon geschrieben habe, war für mich die Überwindung der Barriere des ohnehin Erwarteten ein Kriterium. Ich habe für mich die Luft- und die Farbperspektive ausgeschlossen, weil die zur Verfügung stehende Zeit mir nicht gereicht hätte, entsprechende Bilder zu machen. Es gibt allerdings auch die sogenannte Bedeutungsperspektive. Damit wird die Tatsache bezeichnet, dass Personen in manchen Kulturen umso größer dargestellt werden, je höher ihr sozialer Status ist. Ein Beispiel dafür ist die antike ägyptische Kunst, wo in manchen Wandmalereien der Pharao drei- bis viermal so groß dargestellt ist wie seine Diener und Untergebenen. Aber auch hier habe ich keine Möglichkeit gesehen, diese in einem Bild - als perspektivische Ansicht überzeugend - darzustellen.

Bleibt also nur die Linearperspektive. Mit dieser verbunden ist der Begriff des Fluchtpunkts. Das ist bekanntlich jener Punkt, an welchem zwei Parallele (scheinbar) zusammenlaufen, soferne sie sich vom Augpunkt entfernen. Fluchtpunkte gibt es in jeder Raumdimension und sie können innerhalb oder außerhalb des Bildraums liegen. Wir alle kennen ja das Phänomen der stürzenden Linien. Die Betonung im Bild auf solche zusammenlaufenden Parallelen zu legen erschien mir unter den gegebenen Umständen die beste, fast die einzige Möglichkeit die oben schon erwähnte Trivialbarriere (hoffentlich) zu überwinden. In der Literatur habe ich, leider weiß ich nicht mehr, wo genau, gelesen, dass diese dem Fluchtpunkt zustrebenden Parallelen "den Blick ins Bild hineinziehen", was auch meine Erfahrung bestätigt. Dementsprechend wollte ich also meinen eigenen Beitrag gestalten und die erwähnte Überwindung auch zum Kriterium für die Beurteilung der anderen Bilder machen, soferne mir nicht eine andere, überzeugende Sichtweise begegnet.

Zunächst muss gesagt werden, dass alle Bilder perspektivische Ansichten sind, also die Grundvoraussetzung erfüllen. Aber es wäre viel schwieriger, ein Bild zu machen, welches keine perspektivische Ansicht ist. Das müsste schon eine reine Reproduktion einer zweidimensionalen Fläche sein.
Rainers Beitrag zeigt uns ein wirklich beeindruckendes Bild, das hervorsticht durch das gute Eisbärenportät, welches sogar etwas bedrohlich wirkt, aber ich kann daran nichts erkennen, was der - ohnehin kaum merkbaren - perspektivischen Darstellung einen Aufmerksamkeitsreiz hinsichtlich der Perspektive entlocken könnte. Das mit der Augenhöhe dürfte allerdings nicht ganz stimmen. Augenhöhe würde einer Normal- oder Zentralperspektive entsprechen, einer Ausprägung der Linearperspektive, die definiert ist dadurch, dass Aug- und Fluchtpunkt bezüglich der vertikalen Raumkoordinate gänzlich oder beinahe gleichauf liegen. Dass sich die Wasserfläche bis zum oberen Rand ausdehnt, weist darauf hin, dass es sich um eine gemäßigte Vogelperspektive handelt, um eine weitere Ausprägung, bei welcher der Augpunkt höher liegt als der Fluchtpunkt. Auch wenn es nach meinem Dafürhalten im Rahmen der Themenstellung nicht überzeugt, bleibt es ein sehenswertes Bild.

Ute zeigt uns hingegen eine sehr stimmungsvolle, ausgewogene, beinahe beschauliche Ansicht einer mächtigen Festung mit zwei unbezwingbar scheinenden Bastionen, eingerahmt von einer betagten, leicht verwahrlosten Steinbrüstung und einer alten Platane (glaube ich). So hätte auch ein Maler der Romantik die Festung malen können. Es ist ein Bild, welches fest in der Tradition der Verdutenmalerei steht (auch wenn es eine Fotografie ist). Denkbar wäre auch, dass das Bild ein Schulbeispiel dafür sei, dass man einer Ansicht Tiefe geben kann, indem man den Vordergrund (soferne passend) mit einbezieht. Wie alle anderen ist natürlich auch dieses Bild eine perspektivische Ansicht, aber leider vermittelt es mir nicht glaubhaft, dass hier die Perspektive das eigentliche Thema sein soll.

Für mich erschienen die Bilder von Harald und von Christa zunächst sehr ähnlich, sowohl in der Anmutung als auch im Lösungsansatz der Themenstellung. Bei beiden Bildern wird das Bemühen um die Überwindung der mehrfach schon erwähnten Barriere sichtbar. Dass in beiden Fällen keine echten Parallelen "den Blick ins Bild hineinziehen", spielt keine Rolle. Immerhin sind es ähnliche Strukturen - und technische Zeichnungen wollen wir ja auch nicht. Nach mehrfachen Vergleichen beider Bilder schien es mir, dass Christas Bild hinsichtlich der perspektivischen Wirkung akkurater wäre. Harald hat nach meinem Dafürhalten das Potenzial seines Motivs - wieder nur hinsichtlich der Themenstellung - nicht voll ausgeschöpft. Er hätte näher an die Brücke herangehen und den Kamerastandpunkt noch etwas nach unten verlagern können, sodass die Brückengeländer das Bild begrenzen. Damit wäre das Beiwerk links und rechts aus dem Bild gefallen und ich vermute, die Bäume als Hintergrund hätten erhalten werden können. Bei Christas Bild ist das Beiwerk links und rechts homogener und lenkt daher weniger ab als bei Haralds Bild. Begünstigt wird die perspektivische Wirkung auch dadurch, dass es den Hügel hinaufgeht. Die Absätze zwischen den Stufen und die Person im Mittelgrund erschienen mir zudem einerseits als Auflockerung und andererseits als staffelnde Elemente bei der Blickführung in die Tiefe. Daher habe ich mich entschlossen, Christas Bild in die meine engere Auswahl zu nehmen.

Rüdigers Bild besticht durch seine Klarheit und Akkuratesse. Sieht man vom Netz und vom Himmel ab, könnte es tatsächlich perfekt spiegelsymmetrisch sein. Nachgeprüft habe ich es nicht, denn es spielt keine Rolle, ob es wirklich so ist oder nur so wirkt. Mir gefällt auch die extreme Froschperspektive, welche nicht nur eine ungewöhnliche Ansicht bewirkt, sondern auch mögliches Beiwerk aus dem Bildfeld ausschließt. Ich weiß nicht, ob jemand aufgefallen ist, dass das Bild auch als symbolisiertes Männchen gesehen werden kann. Wenn man die Froschperspektive als Zentralperspektive interpretiert, dann wirkt der Ring wie der Kopf, das Board wie die Schultern, das Haltegestänge für das Board wie der Körper und die parallelen Stangen des Ständers wie die Beine. Das aber nur nebenbei. Was an dem Bild dennoch - hinsichtlich der perspektivischen Wirkung - etwas fehlt, ist die Tiefe. Die Stangen der Standvorrichtung laufen zwar parallel und verjüngen sich auch nach oben, aber ich finde sie zu kurz, um den Blick wirklich in das Bild hinein zu ziehen. Zudem habe ich, ähnlich wie bei Haralds Bild, das Gefühl, dass das Potenzial des Motivs - hinsichtlich des Themas - nicht voll ausgeschöpft worden ist. Ob ein tieferer Kamerastandpunkt möglich gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen, aber sicher hätte eine kürzere Brennweite die perspektivische Wirkung verstärkt. Trotzdem - und vor allem wegen der schon zuvor angeführten Qualitäten - habe ich auch dieses Bild in meine engere Auswahl genommen.

Es bleiben also noch zwei Bilder übrig: das von Hans und das von Wolfgang. Beide finden einen anderen Zugang zum Thema, nämlich einen spielerischen. Hans spielt zwar großartig mit den Größenunterschieden, die Ansicht wirkt wirklich witzig und verblüffend, aber ich finde, dass das Thema "Perspektive" nicht richtig deutlich wird, obwohl ja der Größenunterschied auch ein Hinweis darauf ist. Aber es fällt leider ab im Vergleich zu Wolfgangs Bild. Hier haben wir eine echte perspektivische Verjüngung des Tisches, die sich in einer gemalten, scheinbaren perspektivischen Verjüngung in dem Bild mit lebensgroßen Motiven aus Gemälden von Jan Vermeer fortsetzt - was zu der Vermutung Anlass gibt, dass die gezeigte Szene in Delft spielen könnte. Aber auch das nur nebenbei. Die Szene ist gewiss arrangiert, aber sie wirkt durch die scheinbare Durchdringung von realer und gemalter Welt sehr heiter und lebendig. Ich übersehe dabei nicht die Schwächen des Bildes: Zunächst hätte es sich ausgezahlt, die tonnenförmige Verzeichnung, vor allem am oberen und am linken Rand zu korrigieren. Dadurch, dass die Rahmenlinien so nah am Bildrand und parallel zu diesem liegen, fällt die Verzeichnung leider stark auf. Das ganze Bild wirkt etwas unausgewogen, weil die Person rechts schon sehr an den Rand gedrückt wirkt. Ob eine andere Gruppierung möglich gewesen wäre, ohne die Vision am Übergang zwischen realem und gemalten Tisch zu zerstören oder durch eine Umgruppierung die Figuren auf dem Bild zu verdecken, kann ich nicht letztgültig beurteilen. Trotzdem erschien mir vor allem die Bildidee so gut, dass ich es auch in meine engere Auswahl genommen habe.

Aus diesen drei Bildern von Christa, Rüdiger und Wolfgang habe ich dann meine endgültige Auswahl nach Gefühl getroffen.

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 10:17
von cs+1507
Hallo,

für mich das beste Foto kam vom Wolfgang, ganz anders, witzig und spritzig.. Platz 1
Platz 2 gemeinsam Rüdiger und Christa....

Bild von Harald sehr schön aber total falsch geschnitten und die Farben extrem ( Cyanwerte zu hoch ), man musste die Perspektive suchen...
Das Gewinnerfoto, die Perspektive wurde zwar sehr gut geezeigt, aber das Bild ist mit zu technisch... nicht mein Ding.

Die Disskusion bezüglich :Thema zutreffend oder warum Punkte vergeben ist nur schädlich, mehr nicht...

Viele Grüße

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 05:13
von Ammerland
Hallo zusammen,

nach einem Wochenendurlaub melde ich mich etwas später zu diesem Thema.

1. Nach dem, was ich beabsichtigt hatte, haben sich einige von Euch viel zu viele Gedanken gemacht.
Ich versuche gerne Themen zu finden, die auch Anfänger gut umsetzen können. Perspektiven, gerade wie im Thema beschrieben, als abhängig von Standort des Fotografen, Hinweis auf z.B. Vorder- und Hintergrund, sollte eigentlich verdeutlichen, dass eine gute Perspektive nicht unbedingt eine ungewöhnliche, völlig "andersartige" Perspektive voraussetzt, sondern bei jeder Aufnahme einfach zu überlegen ist, wie das Motiv möglichst gut gestaltet werden kann. Die klassischen Tipps, wie Umrunden des Motivs, näher ran, weiter weg, Vorder- und Hintergrund sollten in erster Linie beachtet werden. Die Hinweise auf bestimmte Perspektiven war als Hilfestellung gedacht, ohne zu fordern oder zu erwarten, dass diese im Thema umgesetzt werden.

2. Perspektive wie ich sie verstehe, und wie @rider es sehr gut zum Ausdruck gebracht hat, ist also grundsätzlich immer da.
rider hat geschrieben:Wir müssten uns also gar nicht anstrengen, um Perspektive darzustellen. Das machen wir mit jeder Fotografie ohne besonderes Zutun.

Unterschiedlich nur wieder die Interpretation des Themas, die evtl. auch abhängig vom Stand der Kenntnisse und Fähigkeiten des Fotografen sind.

rider hat geschrieben:Unangenehm dabei ist, dass es kaum überzeugend wirken wird, weil die Darstellung ohnehin nur jedermanns Erwartungen erfüllt. Die Herausforderung dieses Monatsthemas lag darin, die Barriere dieses Ohnehin-Erwarteten zu überwinden und eine Darstellungsform zu finden, die auch der Trivialität einer perspektivischen Ansicht einen besonderen Aufmerksamkeitsreiz abringen kann.


Was sind "jedermanns Erwartungen"? Wo ist die Barriere dieses "Ohnehin-Erwarteten", die es zu überwinden gilt ? Die Entscheidung liegt in der Betrachtungsweise jedes Einzelnen.

Für mich, mit meiner Intention der Aufgabenstellung im Sinn, hatte ich an diese Barriere keine hohen Erwartungen. Die Beachtung von Grundprinzipien war für mich völlig ausreichend, damit auch Anfänger eine Chance haben, hier wenigstens mit der einen oder anderen Stimme bedacht zu werden.

3.
rider hat geschrieben:Ute zeigt uns hingegen eine sehr stimmungsvolle, ausgewogene, beinahe beschauliche Ansicht einer mächtigen Festung mit zwei unbezwingbar scheinenden Bastionen, ... Wie alle anderen ist natürlich auch dieses Bild eine perspektivische Ansicht, aber leider vermittelt es mir nicht glaubhaft, dass hier die Perspektive das eigentliche Thema sein soll.

Ich habe dieses Foto sehr bewusst ausgewählt. Ein anderes mit der "Untersichtperspektive" stand in Konkurrenz. Aber gerade um (auch Anfängern) zu zeigen, dass auch aus der Normalperspektive bestimmte Vorraussetzungen, Bedingungen einen Einfluss haben können, habe ich mich für dieses Foto entschieden.

4.
harald13114 hat geschrieben: Hierbei interessiert mich schon, warum Ute (Ammerland) alle Bilder mit einem "Danke" versehen hat?

Kann ich gerne sagen. In erster Linie war es Trotz auf den während des Wettbewerbs geäußerten Kommentar. Um zu dokumentieren, dass ich eine andere Auffassung habe. Nachdem sich mein Ärger gelegt hatte, habe ich versucht, die Fotos anders zu beurteilen, bin aber - aus meiner Sicht der Aufgabenstellung - zu keinem anderen Ergebnis gekommen. Wobei ich das einzelne Motiv im Blick hatte.

5. Manche Fotos sind ohne Zweifel auf den ersten Blick ansprechender als andere. Aber alle beinhalten unterschiedliche Motive, so dass ein Vergleich untereinander- nach meiner Meinung - eigentlich nicht möglich ist.

    Am Foto von @harald13114 stört mich vor allem das Gitter, das links zwischen Geländer und Steinpfosten sichtbar ist. Ansonsten eine schöne Perspektive, die viel Tiefe vermittelt, die in der Realität vermutlich nicht so sichtbar ist.
    Bei dem Foto von @roger verbinden sich Bild und Realität in einer Weise, die an kreative Perspektive herankommt. Auch wenn dies durch den Aufbau von Tischen und Bänken so gewollt war, musste dies erkannt werden. Wie hätte dieses Motiv besser aufgenommen werden können?
    Tiere auf Augenhöhe zu fotografieren ist ein "Grundprinzip" der Perspektive und Bildgestaltung.
    rider hat geschrieben: aber ich kann daran nichts erkennen, was der - ohnehin kaum merkbaren - perspektivischen Darstellung einen Aufmerksamkeitsreiz hinsichtlich der Perspektive entlocken könnte.

    Das mag der erfahrene und fortgeschrittene Fotografen so sehen. Selbstverständlich ist es nicht, ein Tier und gerade einen Eisbären auf Augenhöhe (auch wenn man über die Augenhöhe Diskussionen eröffnen könnte) zu fotografieren. Wie oft werden Tiere von oben abgelichtet? Die Nase und die Augen sind scharf und sehr präsent.
    Wie hätte dieses Motiv besser aufgenommen werden können?
    Das Foto von @halei vermittelt den Eindruck, dass das Gerüst die gleiche Höhe hat wie der Fernsehturm, obwohl das bei weitem nicht der Fall ist. Eine interessante Perpektive.
    rider hat geschrieben: Hans spielt zwar großartig mit den Größenunterschieden, die Ansicht wirkt wirklich witzig und verblüffend, aber ich finde, dass das Thema "Perspektive" nicht richtig deutlich wird, obwohl ja der Größenunterschied auch ein Hinweis darauf ist.

    Wie hätte dieses Motiv besser aufgenommen werden können?

Die Gewinnerbilder halte ich außen vor. Sie sprechen für sich. Ich stelle nur fest, dass beim Vergleich der Fotos ohne Würdigung des jeweiligen Motivs, die "Untersichtansicht" oder Froschperspektive, die Nase vorn hat.

Ich hoffe, ich werde nicht weiter gesteinigt dafür, dass ich jedem Foto mein "Danke" gegeben habe. Am Ende hatte ich doch noch für mich vernünftige Gründe.

Die Reaktionen auf Kommentare zu den Fotos während des laufenden Wettbewerbs von @Rai_Wil, @champerlaine und mir, @Ammerland zeigen, dass sie nur zur Verunsicherung der Teilnehmer und bei der Bewertung führen, und sollten unterbleiben! Obwohl ich dem Beitrag von @cs+1507 beim Thema "Alltagsgesichter einer Stadt" dankbar bin, der den Fokus bei der Beurteilung der Fotos auf die Beachtung des Themas gelenkt und damit gute Diskussionen eröffnet hat. Denn unabhängig vom Ausgang des Monatsthemas finde ich die unterschiedlichen Herangehensweisen und Beurteilungen der Fotos durchaus spannend und wichtig.

Anfänger werden dabei - nach meiner Meinung - vernachlässigt. Bei der Bewertung werden Kenntnisse vorausgesetzt, die nicht vorhanden sein können. Liegen da nicht die Ansprüche gemessen am eigenen Standard oft zu hoch?

Gruß
Ute

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 23:20
von cs+1507
Wie oft haben wir uns geärgert, die Knipse nicht dabei zu haben....
Wer sich nur auf perfekte Bearbeitung beschränkt, der tut mir wirklich leid. Mir ist lieber ein gutes und interessantes Handyfoto, das was zu erzählen hat, als eine perfekt gemalte DLSR-Leiche. Ute hat Recht, ein gutes Anfängerbild hat kaum Chancen, was zählt ist nicht die "junge Haut"
sondern perfektes make-up ... Das sollte in einem Hobby-Wettbewerb nicht der Fall sein ... Dabei sein und Spass zu haben ist die Voraussetzung für das Bestehen von diesem Wettbewerb...

Viele Grüße

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 09:59
von KurierderKönigin
Guten Tag zusammen,

Vielen Dank für die positive Bewertung meines Fotos und den damit verbundenen 3. Platz. Glückwunsch auch an alle anderen und die beiden erst platzierten.
Für mich gab es ein ganz einfaches Kriterium, ob das Monatsthema getroffen wurde. Um Perspektive bildbestimmend darzustellen, bedarf es eines Fluchtpunkts. Das trifft für alle drei möglichen Perspektiven zu. Wobei die weniger gebräuchlichen Perspektiven, Vogelperspektive und Froschperspektive, interessanter sind als die Normalperspektive. Es freut mich zu sehen, daß ich nicht der einzige bin, der dies so sieht.

Haralds Foto hat das Thema getroffen, das Foto habe ich mir aber nur ca. zwei Sekunden angeschaut.

Bei Wolfgangs Foto war mein erster Gedanke, er hat sich im Thema vertan. Bei diesem Gedanken ist es auch geblieben. Der Fluchtpunkt wird durch die Personen zu stark gestört und ist daher nicht bildbestimmend.

Rainers Tierfoto hat nichts mit dem Thema zu tuen.

Werners Foto ist mit Abstand das beste Foto des Themas. Ob die Farben in eine Richtung verschoben sind, ist völlig unerheblich.

Christas Foto hat das Thema getroffen, die Ausführung ist aber schlecht. Strukturlose und zu helle Wolken und der Gatte stört die Linienführung.

Utes Foto ist ein Landschaftsfoto was mit dem Thema nichts zu tun hat.

Hans Foto hat mit dem Thema nichts zu tuen.

Zum Schluß möchte ich noch eine Änderung anregen. Die Fotos können bereits während des Themas besprochen werden, verbunden mit der Möglichkeit, dass der Fotograf das Bild, sofern er sich der Kritik annimmt, verändert wieder einstellen darf. Gerne kann er auch ein ganz anderes Foto einstellen.

Servus Rüdiger

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 06:45
von Rai_Wil
Hallo zusammen,
nach dem vorherigen Kommentar kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden.
Gruß Rainer

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 13:28
von George
KurierderKönigin hat geschrieben:.

Zum Schluß möchte ich noch eine Änderung anregen. Die Fotos können bereits während des Themas besprochen werden, verbunden mit der Möglichkeit, dass der Fotograf das Bild, sofern er sich der Kritik annimmt, verändert wieder einstellen darf. Gerne kann er auch ein ganz anderes Foto einstellen.



Hallo Rüdiger,

ich habe noch nie einen Wettbewerb gesehen, bei dem die Bilder vor der eigentlichen Bewertungsphase kommentiert und/oder kritisiert werden dürfen. Klar, man könnte einem Anfänger sagen, dass seine Chance steigen, wenn er/sie den Horizont gerade ausrichtet. Genau so gut kann man aber auch im Stile päpstlicher Dogmenverkündung laut "Thema verfehlt" rufen, wenn ein Bild hochgeladen wird, das den persönlichen Erwartungen an das Thema nicht gerecht wird. Aus meiner Sicht eine Maßnahme, welche die Teilnehmerzahl weiter reduzieren würde.

Viele Grüße...Jörg

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 14:53
von KurierderKönigin
Hallo Jörg,

das es so etwas noch nicht gibt, ist kein Grund es nicht einzuführen. Das ist nun ein mal so beim Fortschritt bzw. Weiterentwicklung, daß es das vorher nicht gab. Das konstruktive kritisieren der Bilder belebt doch das Monatsthema und führt ganz bestimmt zu mehr Beteiligung. Selbstverständlich muß man auch aushalten, daß man nicht nur positives lesen wird. Aber so vermessen wird wohl keiner sein und glauben, daß er ein pefektes Bild eingestellt hat. Ich veröffentliche meine Bilder nicht zuletzt deswegen, um andere Meinungen zu hören, wie sonst sollte man denn weiter kommen?

Servus Rüdiger

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 20:12
von roger
Hallo Rüdiger,

KurierderKönigin hat geschrieben:... Der Fluchtpunkt wird durch die Personen zu stark gestört und ist daher nicht bildbestimmend...


eine ganz ernsthafte Frage von mir: Wo ist deiner Ansicht nach in meinem Bild der "Fluchtpunkt",
bzw. wo vermutest du ihn (wenn ich nicht im Weg 'rumsitzen würde)?

Herzl. Gruß,
Wolfgang

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 22:59
von rider
Hallo Wolfgang,

der Fluchtpunkt liegt am Schnittpunkt von Parallelen, die vom Betrachter weglaufen. Auch wenn ich es vereinfacht ausgedrückt habe, kann es dazu keine "Ansicht" geben. Das ist schlicht eine Tatsache. In Falle Deines Bildes liegt der Fluchtpunkt ziemlich genau hinter dem Weinglas der jungen Dame links im Bild - oder ganz nahe diesem Ort. Weil die Tischbretter, deren Kanten ich als Parallele angenommen habe, wahrscheinlich weder ganz gerade noch ganz parallel sind, gibt es keinen eindeutigen Schnittpunkt aller Verlängerungslinien, aber doch eine ziemlich enge Eingrenzung der Lage des Schnittpunkts.


perspektive.jpg

Für mich gibt das allerdings keine Aufschlüsse für eine eventuelle andere Beurteilung des Bildes.

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 23:35
von cs+1507
Hallo Rüdiger,

weiter so, es geht bei dem Wettbewerb vor allem um Spass, nicht um die Goldene Palme von Wanne-Eickel .... zwinkern_1
Solche Kommentare sind kaum nachvollziehbar und sehr schädlich...
Wenn Du die Latte so hoch stellst, werde ich deine Arbeiten ganz ganz genau betrachten .
Anderseits ist die Teilname ganz freiwillig, wenn man mit der Qualität des Wettbewerbs nicht einverstanden ist ....

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 13:11
von roger
Hallo Werner,

vielen Dank für deine Ausführungen zum "Fluchtpunkt", - da sind wir uns
ja weitestgehend einig (natürlich weiß ich, was ein Fluchtpunkt ist). Ich
dachte nur, dass Rüdiger aufgrund seines Postings neue Erkenntnisse dazu
hat...

Ich persönlich kümmere mich bei meinen Aufnahmen eigentlich in den
meisten Fällen nicht um den jeweiligen "Fluchtpunkt", zumindest nicht
bewusst; ich denke, unterbewusst fließen schon auch solche Kriterien mit
ein, wenn für mich die Aufnahme "stimmt".

Herzl. Gruß,
Wolfgang

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 13:50
von roger
Hallo zusammen,

KurierderKönigin hat geschrieben:Bei Wolfgangs Foto war mein erster Gedanke, er hat sich im Thema vertan.
Bei diesem Gedanken ist es auch geblieben.


Warum wundert mich das nicht?

In meinem Bild sind mehrere Komponenten vereint:

1. Ein Gemälde mit perspektivischer Darstellung von Tisch und Sitzbänken (also eine bereits 2-dimensionale
Darstellung der 3-dimensionalen Realität).

2. Die perspektivische Weiterführung von Tisch und Sitzbänken aus diesem Bild heraus (oder auch hinein)
in die 3-Dimensionalität, und

3. Wahl des Kamerastandpunkts derart, dass (1) und (2) "perspektivisch" ineinander übergehen...

Das ist insgesamt doch etwas komplex. Dem ist mit der Betrachtungsweise

KurierderKönigin hat geschrieben:... Vogelperspektive ... Froschperspektive, ...Normalperspektive...


nicht so ganz leicht beizukommen. Die Reduktion von Perspektive auf Vogel-, Frosch- und Normalperspektive
ist meines Erachtens eine ausgesprochen enge Sichtweise, und das ist mir eindeutig zu wenig (s. z.B. WIKIPEDIA)...


Herzl. Gruß,
Wolfgang


PS.: Seitens der Bearbeitung hat Werner natürlich Recht, aber das Bild ist eigentlich “out of the box”...
(nur als Erklärung, nicht als Entschuldigung...)

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 10:08
von cs+1507
roger hat geschrieben:
Ich persönlich kümmere mich bei meinen Aufnahmen eigentlich in den
meisten Fällen nicht um den jeweiligen "Fluchtpunkt", zumindest nicht
bewusst; ich denke, unterbewusst fließen schon auch solche Kriterien mit
ein, wenn für mich die Aufnahme "stimmt".

Herzl. Gruß,
Wolfgang


Das sehe ich genauso....
Unser Forumskollege - bilderjan - hat eine sehr gute Signatur:
Es gibt kein richtig und falsch. Die Drittelregel ist keine Regel. Regeln sind für Dummköpfe.

Entweder ist das Bild für mich stimmig ( nach meiner Auffassung, da ich kein Berufsknipser bin, mache ich die Bilder für mich ) oder nicht....
Als meine Jungs klein waren, habe ich denen gesagt, alles kannst du mit Kreis, Rechteck und Strich darstellen.
Klar, ein "Beamter" bzw. ein "Apotheker" würde sagen, es stimmt nicht... du hast Elipse vergessen und Rechtecke gibt es verschiedene... neu_lach
( leider trifft man solche Besserwisser überall )

Wie man ein Thema darstellen möchte, ist jedem frei gestellt. Ich kann das aus meiner Sicht positiv oder negativ bewerten. Mehr nicht.

Da muss ich nochmal zitieren :
Es gibt kein richtig und falsch. Regeln sind für Dummköpfe.
Fotografie ist im Grunde eine kreative Tätigkeit, wer einem anderen diese Kreativität abspricht, dem kann leider nicht geholfen werden.

Viele Grüße

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 16:53
von rider
Hallo Ute!

Ammerland hat geschrieben:Was sind "jedermanns Erwartungen"? Wo ist die Barriere dieses "Ohnehin-Erwarteten", die es zu überwinden gilt ?

Jedermann erwartet, dass eine normale gegenständliche Fotografie eine perspektivische Ansicht ist. Nur kaum jemand ist sich dessen bewusst. Es ist daher eine unbewusste Erwartung. Erfüllt man diese Erwartung, dann hat man zunächst noch gar nichts erreicht um die Perspektive zum Thema zu machen. Nochmals: Man macht eine beliebige gegenständliche Aufnahme, die Perspektive ist natürlich da, aber kein Betrachter wird auf die Idee kommen, dass das Thema der Aufnahme die Perspektive ist. In dieser Situation stehst Du vor der Barriere des Ohnehin-Erwarteten. Deren Überwindung läge darin, Mittel zu finden, um das Bild so zu gestalten, dass die Perspektive als Thema erkannt wird. Ich hoffe, dass damit Deine beiden Fragen klarer beantwortet sind, als es mir im entsprechenden Posting gelungen ist.
Ammerland hat geschrieben:Die Entscheidung liegt in der Betrachtungsweise jedes Einzelnen.

Welche Entscheidung? Eine Entscheidung, wo die Barriere denn läge? Du meinst also, dass es Menschen gibt, die auch bei einem x-beliebigen Bild ohne besondere Betonung der Perspektive glauben könnten, dass darin die Perspektive das Thema ist? Ich bin hingegen fest überzeugt, dass das nicht zutrifft. Es mag einen engen Bereich geben, in welchem ein Betrachter bereits erkennt, dass die Perspektive thematisiert wird und der andere noch nicht. Aber dass in beiden Fällen die Barriere durch den Fotografen/die Fotografin überwunden werden muss, steht für mich außer Frage. Die Konsequenz der Behauptung, dass die Entscheidung in der Betrachtungsweise jedes Einzelnen läge, wäre ja, dass jeder/jede für sich entscheiden könne, ob er/sie sich überhaupt um eine themenrelevante Darstellung bemüht. Denn dass sein/ihr Bild eine perspektivische Ansicht zeigt, wäre ja ohnehin gegeben. Ausgenommen wären eventuell Reproduktionen und mikroskopische Aufnahmen. Wir hätten damit ein sogenanntes freies Thema, nur getarnt mit dem Label "Perspektiven" - was allerdings auch das Bewertungsverhalten beeinflusst, natürlich nur dann, wenn man nicht ohnehin jedes Bild bewertet.
Ammerland hat geschrieben:Für mich, mit meiner Intention der Aufgabenstellung im Sinn, hatte ich an diese Barriere keine hohen Erwartungen. Die Beachtung von Grundprinzipien war für mich völlig ausreichend, damit auch Anfänger eine Chance haben, hier wenigstens mit der einen oder anderen Stimme bedacht zu werden.
Die Barriere habe ich dargestellt als Gegebenheit am Weg zur Bewältigung des Themas. Dass jemand Erwartungen an diese Barriere haben könne, wäre mir ohnehin nicht in den Sinn gekommen. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, war es Deine Intention Grundlagen der Bildgestaltung in Bildern abzufragen, vor allem bei Anfängern. Aber wäre dafür ein Workshop nicht besser geeignet gewesen? Wenn es aber darum ginge, darzustellen, dass sich die Perspektive eines Objekts durch Wechsel des Standorts verändert, so wäre das meiner Meinung nach nur mit mehreren Bildern - zumindest zwei - als Vergleich eingängig zu machen.
Ich weiß nicht, wen von den Teilnehmern Du als Anfänger einstufst. Ich habe von allen schon gute und sehr gute Bilder gesehen, daher scheint es mir nicht nötig, Stimmen als Almosen zu vergeben, auch wenn ein Beitrag beim einen oder anderen Thema nicht so gut gelingt. Vielmehr hoffe ich und vertraue darauf, dass der Teilnehmer/die Teilnehmerin mit einer ehrlichen Nicht-Bewertung sich eher respektiert fühlt als mit einer geschenkten Stimme.
Auf der anderen Seite bin ich bis jetzt davon ausgegangen, dass alle, die die Beiträge bewerten, das Bild oder die Bilder dafür auswählen, die sie für die besten halten - wobei natürlich die Kriterien sehr unterschiedlich sein können. Wenn aber alle nach bestem Wissen und Gewissen sich für die persönlich besten Bilder entscheiden, dann kann man davon ausgehen, dass die Summe etwas ergibt, was sich einer objektiven Bewertung einigermaßen annähert. Dass jeder sich darauf verlassen kann, dass alle jene Bilder bewerten, die sie tatsächlich für die besten halten, erscheint mir also als unverzichtbare Grundlage dafür, dass das Monatsthema unter den gegebenen Voraussetzungen (keine unabhängige Jury, kein anonymes Bewerten) überhaupt funktioniert.
Dieses Grundvertrauen schien mir bis jetzt auf einer - wenn auch stillschweigenden - Übereinkunft zu beruhen. Jetzt wird mir natürlich klar, dass ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen bin. Offenbar ist niemand daran gebunden, die nach eigener Ansicht besten Bilder zu bewerten. Wir könnten ja auch alle alle Bilder bewerten. Vielleicht haben wir ja auch alle dafür "am Ende für uns vernünftige Gründe".
Ammerland hat geschrieben:Tiere auf Augenhöhe zu fotografieren ist ein "Grundprinzip" der Perspektive und Bildgestaltung.

Die Grundlagen der Perspektive, wenn wir bei der Linearperspektive bleiben, sind rein mathematisch-geometrischer Natur. Das hat grundsätzlich (oder prinzipiell) mit Fotografie noch gar nichts zu tun. Aber natürlich ist jede Fotografie räumlicher Gegebenheiten, also auch Fotografien von Tieren auf Augenhöhe, eine perspektivische Darstellung. Aber das macht noch keine Eignung aus, dem Thema "Perspektive" zu entsprechen.
Ammerland hat geschrieben:
rider hat geschrieben: aber ich kann daran nichts erkennen, was der - ohnehin kaum merkbaren - perspektivischen Darstellung einen Aufmerksamkeitsreiz hinsichtlich der Perspektive entlocken könnte.

Das mag der erfahrene und fortgeschrittene Fotografen so sehen.

Diese meine von Dir zitierte Aussage hat weder mit Erfahrung, noch mit einem Fortgeschrittenen-Status und noch nicht einmal mit Fotografie zu tun. Ein klein wenig Hausverstand reicht schon.
Ammerland hat geschrieben:Selbstverständlich ist es nicht, ein Tier und gerade einen Eisbären auf Augenhöhe (auch wenn man über die Augenhöhe Diskussionen eröffnen könnte) zu fotografieren. Wie oft werden Tiere von oben abgelichtet? Die Nase und die Augen sind scharf und sehr präsent.
Wie hätte dieses Motiv besser aufgenommen werden können?

1) Dass etwas nicht selbstverständlich ist, bedeutet ja nicht notwendigerweise, dass es geeignet wäre, Perspektive überzeugend darzustellen.
2) Von oben ist auch der Eisbär aufgenommen, allerdings aus großer Entfernung (750 mm wirksame Brennweite). Dadurch ist auch der Neigungswinkel der Kamera nach unten gering. Gerade dieser Umstand (weil durch die leichte Vogelperspektive das Wasser die gesamte Bildfläche füllt und nicht in der oberen Bildhälfte ein störender Hintergrund sichtbar wird) lässt den Kopf gut zur Geltung kommen. Das macht die Aufnahme zu einem guten Tierporträt, aber nicht zu einer überzeugenden Darstellung von Perspektive. Übrigens glaube ich Rainer gerne, dass er sich beim Blick durch den Sucher auf Augenhöhe mit dem Bären gefühlt hat, aber eben nur gefühlt.
3) Ich habe nicht gezählt, wie oft Tiere von oben aufgenommen werden. Im gegebenen Zusammenhang scheint mir das auch irrelevant.
4) Es stimmt, dass Nase und Augen sehr scharf und präsent sind. Es ist eben ein gutes Tierporträt. Das beweist (unter anderem), dass Rainer kein Anfänger ist. Es beweist nicht, dass dieses Bild für das Thema "Perspektive" relevant ist.
5) Die Frage, wie dieses Bild besser hätte aufgenommen werden können, stellt sich mir nicht. Ich habe an der Aufnahme, wenn ich nicht wirklich kleinlich sein will, nichts auszusetzen. Zu bewerten hatte ich sie jedoch unter dem Aspekt des vorgegebenen Themas. Und unter diesem Aspekt entspricht sie nicht.
Ammerland hat geschrieben:Anfänger werden dabei - nach meiner Meinung - vernachlässigt. Bei der Bewertung werden Kenntnisse vorausgesetzt, die nicht vorhanden sein können. Liegen da nicht die Ansprüche gemessen am eigenen Standard oft zu hoch?

Bei diesem Monatsthema habe ich keine Anfänger ausgemacht und beim vergangenen Thema (Alltagsgesichter) hat Susanne (@ BlackLily), die einzige, von der ich weiß, dass sie sich selbst als Anfängerin geoutet hat, den dritten Platz gemacht. Für mich war ihr Bild das beste. Die Kenntnisse, die dafür nötig waren, scheint sie mitgebracht zu haben. Im Lichte dieser Tatsachen scheint mir der Vorwurf, zu hohe Ansprüche zu stellen, aus der Luft gegriffen.
Aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass auch fotografische Anfänger mündige und selbstbestimmte Menschen sind, die eher eine bewältigbare Herausforderung suchen, als eine Herabsetzung des - ohnehin nicht sehr hohen - Niveaus durch geschenkte Bewertungen und verwaschene, beliebige Auslegung von Themen. Davon haben am Ende auch Anfänger nichts.
Aber für mich ist zunächst einmal der Laden dicht.

Viele Grüße

Werner

Monatsthema 24: Perspektiven

BeitragVerfasst: 21:15
von Ammerland
Hallo Werner, hallo zusammen,

ich habe mich in den letzten Tagen mit dem Thema "Perspektiven" nochmal beschäftigt, sehe mich aber in meinem Verständnis bestätigt.
Immer lese ich, das Perspektive abhängig ist vom Standort des Fotografen bzw. der Kamera, sie den Blickwinkel zeigt, aus dem das Motiv aufgenommen wird, die Sicht der Kamera auf das Motiv ist. Das Umrunden des Motivs, näher ran, weiter weg, Kippen/Neigen der Kamera sind Möglichkeiten eine gute Perspektive zu finden. Die Wahl der Brennweite hat u.U. Einfluss auf eine schöne perspektivische Darstellung.
Soweit für mich das Grundverständnis von Perspektive und wie ich es von meiner Themenstellung her verstanden wissen wollte.

In der Fotografie stehen wir vor dem Problem, die Räumlichkeit der Realität auf dem zweidimensionalen Foto zum Ausdruck bringen zu wollen, um ein ansprechendes Ergebnis zu erhalten.
Es gibt nach meinen Erkenntnissen viele Möglichkeiten, diese Räumlichkeit darzustellen. Linearperspektive, Fluchtlinien, Lage und Anzahl der Fluchtpunkte je nach Standort des Fotografen - ich möchte das nicht im Detail ausführen - sind nur eine Möglichkeit und keine zwingende Voraussetzung für die Darstellung einer guten Perspektive und Räumlichkeit. Das würde auch implizieren, dass Fotos, die diesen Voraussetzungen nicht entsprechen, von vornherein schlechte Fotos wären. Das kann ich so nicht nachvollziehen.

Wenn ich gesagt habe, ich hatte "keine hohen Erwartungen an die Erfüllung des Themas" war das unglücklich ausgedrückt. Mir fällt nur keine Beschreibung ein, die es auf den Punkt bringen kann kr_123 . Ich hatte eher "schlichte" Fotos erhofft, die einfach durch schöne, bestechtende Perspektiven aufwarten, ohne besonders spektukalär zu sein. Meine Barriere des "ohnehin-erwarteteten" war die, dass ich eher keine Froschperspektive erhoffte, obwohl erwartete. Ist jetzt auch nicht viel besser gesagt, ich hoffe nur, dass diejenigen, die sich vielleicht angesprochen fühlen, wissen, was ich meine.

Die Entscheidung, welche Fotos ich aus meiner Sicht für "dankenswert" ansehe, muss mir überlassen bleiben, auch wenn Auswahl und Anzahl der vergebenen Stimmen dem einen oder anderen manchmal nicht gefallen.
Sollten sich Anfänger durch die Auswahl der Themen oder Vergabe meiner Stimmen in irgendeiner Weise herabgesetzt fühlen, können sie mir dies gerne per PN mitteilen. Ich werde mir ihre Kritik und Anregungen zu Herzen nehmen.
Verwaschen oder beliebig werden die Themen neuerdings erst durch die Diskussionen im Anschluss an das Monatsthema. Würde das nicht so persönlich genommen, könnte das ganze schon ein interessante Sache sein.

Gruß
Ute