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Wie gut sind 3D Fotobücher?

BeitragVerfasst: 18:43
von Frischling
Hallo,

Gleich vorweg - ich habe bisher noch keine Stereofotografien gemacht - bin aber sehr sehr an dem Thema interessiert. Heute Morgen habe ich beim Fotobuch Magazin direkt als Aufmacher von den ersten 3D Fotobüchern der nächsten Generation gelesen, die jetzt auf der Photokina präsentiert werden und dadurch wurde mein Interesse an der ganzen Materie noch mehr geweckt. auch das fotoMagazin berichtet da seit einiger Zeit recht positiv. Mich interessiert grundsätzlich, wie gut die Tiefensicht bei diesen Aufnahmen eigentlich ist, beispielsweise bei der Betrachtung am heimischen PC oder aber auch (falls es schon mal jemand gemacht hat), wie die Tiefensicht in einem Fotobuch rüber kommt. Grundsätzlich weiß ich erstmal gar nichts über die Stereofotografie und habe da Fragen über Fragen...

Re: Wie gut sind 3D Fotobücher?

BeitragVerfasst: 19:50
von Hans_Ulrich
Hallo Winfried,

hier im Forum ist unter "Alles zu „3 D-Bildern“" sehr viel über solche Bilder und die Art und Weise, wie sie hergestellt werden, geschrieben. Wenn du dir eine entsprechende Brille (gibt es ab einen Euro) besorgst, kannst du dir auch einen Eindruck über die Wirkung solcher Bilder verschaffen. Wie gut oder wie schlecht sie sind, hängt sehr viel davon ab, wie gut sie gemacht wurden. Ist eigentlich nicht schwierig, aber unterscheidet sich doch etwas von normalen Bildern.

Über die Qualität der Fotobücher kann ich jetzt nichts sagen. Allerdings drucke ich solche Bilder mit einem kalibrierten Drucker selber aus. Ansonsten lasse ich meine normalen Bilder in einer Drogerie ausdrucken. Die Qualität ist einfach besser. Nur bei den 3D Bildern wirken sich schon kleine Farbverfälschungen stark aus. Es entstehen dann sehr schnell Geisterbilder.

Re: Wie gut sind 3D Fotobücher?

BeitragVerfasst: 12:24
von Frischling
Danke für deine Tipps,

Auf die Idee, dass es mit einem eigenen Drucker gute Ergebnisse geben könnte, bin ich noch gar nicht gekommen.

Ich werde mich mal langsam an die Materie rantasten. Ich kann meine Versuche ja hier mal posten und eure Tipps dazu abwarten. Ich denke learning by doing dürfte da das beste Rezept sein.

Meine "normalen" Fotografien lasse ich auch bei einer Drogerie drucken - die haben da einen Aufsteller eines bekannten Dienstleisters. Bin mit den Ergebnissen eigentlich immer recht zufrieden.

Re: Wie gut sind 3D Fotobücher?

BeitragVerfasst: 10:40
von 2klicks
Als Neuling in diesem Forum möchte ich ergänzen:
Habe mir zwei Anaglyphenbücher aus Interesse gekauft, um zu sehen, wie weit die "Profis"
gute oder bessere Stereos machen und drucken.
Die Ergebnisse waren etwas enttäuschend:
1. Die Welt der Berge in 3D
Meine Buchbesprechung aus Amazon:
"Nach mehrmaliger Durchsicht des Buches habe ich etwa zwölf recht ordentliche Anaglyphen gefunden,
die den Erwartungen, gemessen am Begleittext, entsprechen können.
Anaglyphendruck ist oft von "Geister"bildung begleitet und auch hier ist die Farbtrennung nicht
wirklich geglückt, was gelegentlich sehr stört. Überzogene Grünfärbung kann zwar Abhilfe schaffen,
zerstört jedoch bei den betroffenen Bildern die Natürlichkeit der Farben weitgehend.
Die Raumbildung wirkt oft kulissenartig oder soll gelegentlich durch kleinflächige Vordergrundteile
gerettet werden. Öfters wird sie mit kräftigen Rahmenfehlern erkauft. Leider fehlen Kommentare,
die die Probleme der einzelnen 3D-Fotos ansprechen. So wird eine Lernwirkung nicht erreicht, sondern
eher die Vorureile gegen 3D verstärkt.
Im Internet findet man heute - zum Glück - wesentlich bessere Raumfotos, auch in Anaglyphentechnik.
Trotzdem bereue ich nicht, das Buch gekauft und jetzt weiter verschenkt zu haben.
Zum Preis von 9,90 Euro ist es ganz nett, die Fotos mal durchzublättern oder Einsteigern in die 3D-Fotografie
vorzulegen und ihre Reaktion zu hören und zu sehen. "


Das 2. Buch "Die Tiere Afrikas in 3-D" Ist fotografisch besser gelungen.
Die Motive sind spektakulärer und entsprechen mehr den Erwartungen durch Teleeinsatz.
Allerdings gleiten die Farben zu oft ins Gelb-Grün ab und sind zu unnatürlich.
Damit wird zwar die Geisterbildung bei Anaglyphen besser bewältigt, aber so bleibt dann nur der Raumeffekt,
der für die Falschfarben entschädigen muss. Das kann man als erfahrener Amateur schon besser beim Druck
mit seinem Tintenstrahler auf Fotoglanzpapier: IP3600.

Wer sich für Anaglyphendruck interessiert: Bitte um Hinweis.
Dto. wer mal ein wirkliche gutes Anaglyphenbuch gefunden hat. Danke!

Grüße von Ralf